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„Unterhalte die Menschen und sie werden dir folgen“

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Expertenforum der VDZ Akademie zum Thema: Wie das soziale Netz Verlagen nützt

„Verlage in Bewegung: Social Media 2013“. Unter diesem Titel stand das Expertenforum der VDZ Akademie am 19.2.2013 in Hamburg. Der Titel war zugleich auch ein Anspruch, den der mit über 80 Teilnehmern ausgebuchten Expertenaustausch in seinen neun Vorträgen und einem Expertenpanel mehr als einlöste. Im Fokus standen dabei ebenso neueste Fakten, Daten und Prognosen rund um das Thema Social Media wie Strategien, Monitoring-Konzepte, Nationale und Internationale Best Cases sowie rechtliche Fragen.

Phänomen Social Media

Die Auswirkungen des Phänomens Social Media sind für Gesellschaft und Kommunikationskultur unbestreitbar, und zugleich sind viele Fragen offen. Auch wenn im geschäftlichen Kontext noch viele unterschiedliche Bewertungen zum Einsatz von Facebook, Twitter und Co. bestehen, ist ebenso unumstritten, dass Social Media mehr als eine Spielwiese ist, sondern ein Verstärker für das verlegerische Geschäft.

Keynote-Speaker Stefan Rühling, Vorsitzender Geschäftsführer Vogel Business Media und VDZ-Vizepräsident, wies nach der Begrüßung von VDZ Akademie-Geschäftsführer Sven König auf „ungeahnte Möglichkeiten“ für die Verlage in diesem Feld hin. Er sei davon überzeugt, dass die Branche den digitalen Wandel schaffe, wenn sie mutig, kreativ und innovativ sei.
Ibrahim Evsan, Geschäftsführer von 3rd Place, verriet seine Strategien im sozialen Netz. Die neue Rolle der Verlage sieht er in der Moderation und Organisation im Zentrum einer Community.

Social Media. So einfach wie nie!

Die Social Media Welt ist so einfach wie noch nie! Mit dieser These begann Benjamin Schroeter (Geschäftsführer Facelift) seinen Vortrag zum Thema „Social Media Plattformen in Deutschland: Status Quo, Prognosen und Implikationen für Verlage“. Schroeter prognostizierte ein Wachstum bei den Userzahlen besonders für die Spitzenreiter Facebook und Youtube: „Die Plattformen werden weiter wachsen und Alternativen verdrängen“.
Social Media Monitoring. Strategien, Konzepte und Vorgehensweisen lieferte Udo Möbes (Geschäftsführender Gesellschafter und Managing Director, Virtual Identity). Seine positive Nachricht: „Alles ist Messbar!“.

Auf die neuen Kanäle zugehen

Im anschließenden Expertenpanel debattierten Jürgen Hopfgartner, Leiter Geschäftsbereich Content & Community, Axel Springer, Markus Schunk, Geschäftsführer, Holtzbrinck Digital,

Claudia Hilker, Geschäftsführerin, Hilker Consulting, und Udo Möbes, Managing Director, Virtual Identity, darüber, wie das soziale Netz den Verlagen nützt. Bei der Frage nach einer optimalen Herangehensweise für Verlage waren sich alle Beteiligten einig: Die Branche sollte zielorientiert und analytisch auf die neuen Kanäle zugehen.

Im Anschluss wurden exemplarisch einige nationale und internationale Best Cases vorgestellt. Darunter Zone (UK), die bei ihrer Vorgehensweise sehr stark auf User Generated Content setzen. Aber auch Modelle wie das Magazin Business Punk, das Social Media erfolgreich mit Print verknüpft. Marko Laukötter, Objektleiter Traktorpool, Landwirtschaftsverlag, stellte die erfolgreiche Verwendung von Facebook für Fachmedien anhand der Onlineplattform Traktorpool vor. „Our Audience wants to interact with us“, so Liz Heron, Director of Social Media and Engagement, The Wall Street Journal USA. Warum Social Media? „We Change how we do things cause we know our Audience is changing”, so Heron abschließend.

Auf großes Interesse stießen auch die mehr oder weniger rechtlichen Rahmenbedingungen für Verlage, mit denen sich Experte und Rechtsanwalt Reinhard Gaertner, Taylor Wessing,  beschäftigte. „Unsere Rechtsprechung hat Facebook noch gar nicht erkannt“, so Gaertner. Besonders die Weitergabe von Nutzerdaten durch social Plugins ohne konkrete Zustimmung der User werde von deutschen Datenschutzbehörden kritisch gesehen.

Nichts ist mehr so, wie es einmal war

Für Verlage gilt: Nichts ist mehr so, wie es einmal war. Doch die Aufgabe zu kommunizieren ist auch im Digitalen Zeitalter gleich geblieben. Das gilt auch für Social Media. „Unterhalte die Menschen und sie werden dir folgen“, betonte Ibrahim Evsan. Das Expertenforum bot hierfür jedenfalls eine große Bandbreite an zukunftsweisenden Ideen und Konzepten.