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„Staats-Internet: Nein Danke“

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„Die Verlage finanzieren ihre Online-Aktivitäten aus ihren Gewinnen. ARD und ZDF dagegen aus unseren Gebühren..."

ARD und ZDF sind gute Fernsehsender. Leider tun sie immer mehr Dinge, die nicht ihr Auftrag sind. Etliche Millionen Gebührengelder investieren sie ins Internet.

Das hat diese Woche Michael Hanfeld von der FAZ beschrieben und dabei die hemmungslose Ausbreitung von ARD und ZDF im Internet
kritisiert. Ihm ist es zu verdanken, dass es zwischen den Zeitungen und Zeitschriften und den öffentlich/rechtlichen Sendern richtig geknallt hat.

Was war passiert? Mit einem beispiellosen Durchwinken des so genannten „Drei-Stufen-Tests" haben nun ARD und ZDF die Möglichkeit, das Internet neben Radio und Fernsehen als dritten Verbreitungsweg praktisch unbegrenzt zu nutzen.

An sich ist gegen Wettbewerb nichts einzuwenden und die auf der ganzen Welt bewunderte Medienlandschaft in Deutschland bestand in einem feinen miteinander von Zeitungen und Zeitschriften auf der einen sowie ARD und ZDF auf der anderen Seite. Der Unterschied: Die Verlage finanzieren ihre Online-Aktivitäten aus ihren Gewinnen. ARD und ZDF dagegen aus unseren Gebühren. Da sie aber ihre Inhalte neben die Angebote der anderer Medienhäuser aufs Netz stellen, können diese ihre Angebote immer schwerer refinanzieren. Eine weitere Trumpfkarte: Die Sender können im Laufe ihrer Sendungen ständig auf ihre Internet-Angebote verweisen und damit deren Reichweite deutlich erhöhen. Zum Beispiel im Rahmen der WM.

Die Damen und Herren Intendanten gehören ja zu den nettesten Kollegen dieses Medienarchipels Deutschland. Aber ich frage mich manchmal, ob sie wirklich, erkennen, dass sie damit das ganze System der freien Presse bedrohen?