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Patienteninformationen – VDZ spricht sich gegen Diskriminierung von Print und gegen Einschränkung der redaktionellen Berichterstattung aus

Medienpolitik Erstellt von Eva-Anabelle v.d. Schulenburg

Im Vorfeld der heutigen Abstimmung im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hat sich der VDZ noch einmal an die Abgeordneten gewandt

Im Vorfeld der heutigen Abstimmung im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hat sich der VDZ noch einmal an die Abgeordneten gewandt und nachdrücklich die geforderte Streichung von gesundheitsbezogenen Publikationen als Verbreitungsweg kritisiert. Im ursprünglichen Kommissionsentwurf zu verbesserter Patienteninformation aus dem Jahr 2008 ist vorgesehen, Informationen über rezeptpflichtige Heilmittel auch in „gesundheitsbezogenen Publikationen“ verbreiten zu können. Eine solche Liberalisierung wird im Umweltausschuss jedoch scharf kritisiert. Die vorgeschlagene Streichung dieser Verbreitungsmöglichkeit würde bedeuten, dass verbesserte Patienteninformation lediglich im Internet, nicht aber in Print veröffentlicht werden dürften. Der VDZ hat daher betont, dass diese Streichung vor dem Hintergrund des Ziels des Vorschlags, zu einer verbesserten Information von  Patienten beizutragen, kontraproduktiv ist, und an die Abgeordneten appelliert, diese Diskriminierung von Print nicht zuzulassen.

Darüber hinaus hat der VDZ die Abgeordneten aufgefordert, sich gegen Einschränkungen die redaktionelle Berichterstattung über verschreibungspflichtige Medikamente auszusprechen. Der VDZ hat darauf hingewiesen, dass die Pressefreiheit durch einige der eingereichten Änderungsanträge erheblich gefährdet wird. Nachdrücklich kritisiert hat der VDZ in diesem Zusammenhang die vorgeschlagene Ausdehnung der Werbedefinition, wonach auch redaktionelle Berichterstattung über verschreibungspflichtige Medikamente als verbotene Werbung eingeordnet werden würde, sowie den Vorschlag, dass bei redaktioneller Berichterstattung immer auch die Quelle der Informationen angegeben werden muss.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Dr. Lott; k.lott[at]dz.de