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"Medienpolitik ist mehr als reine Wirtschaftspolitik"

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Der neue CDU-Generalsekretär über seine Mediennutzung und die medienpolitischen Vorstellungen der Union im Interview mit PRINT&more

Dr. Peter Tauber, seit 12/2013 Generalsekretär der CDU Deutschlands (Foto: Tobias Koch)

In "Medien&Menschen" fragt PRINT&more Persönlichkeiten nach ihrer Mediennutzung.

PRINT&more: Für Sie als neuer und junger CDU-Generalsekretär gehört eine tägliche Medienpräsenz zum politischen Alltag. Wo liegen Ihre persönlichen Präferenzen?

Peter Tauber: Ich bin ein Fan der direkten Kommunikation über Twitter und Facebook. Das ist tagtägliche Medienpräsenz. Gleichzeitig bin ich über diese Medien im unmittelbaren Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Aber auch die klassischen Medien nutze ich. Ein gutes Interview mit interessanten und kritischen Fragen oder eine hintergründige Analyse lese ich auch gern – wenngleich ich da inzwischen vom Papier zum Tablet übergegangen bin. Mit politischen Talkshows kann ich hingegen nicht viel anfangen.

Welche Bedeutung haben für Sie soziale Medien wie Twitter und Facebook?

Wie schon gesagt: Ich nutze sie täglich. Für die Partei sehe ich sie als Möglichkeit, direkt mit Mitgliedern, Anhängern und Bürgern sowie mit Kritikern unserer Partei ins Gespräch zu kommen. Schon im letzten Bundestagswahlkampf haben viele Abgeordnete und Kandidaten erfahren, dass große Chancen im direkten Dialog über das Netz liegen. Und gerade jetzt in der Großen Koalition, in der wir regelmäßig Kompromisse finden müssen und auch einmal schwierige Entscheidungen zu treffen sind, können wir über die sozialen Netzwerke deutlich machen, was CDU pur ist.

Vor dem Hintergrund aktueller Fälle: Wie bewerten Sie das hohe Tempo in der modernen Kommunikationswelt?

Das Tempo ist eine der größten Herausforderungen der digitalen Kommunikation. Es gibt zwar keinen Zwang zur Echtzeit-Reaktion, aber die Versuchung dazu besteht schon. Dass Kommunikation durch Tempo nicht automatisch besser wird, ist kein Geheimnis. Daher antworte ich auf manche Tweets auch erst nach einer gewissen Zeit. Klar geht es aber auch mir so, dass ich ab und an im Nachhinein denke: Das hättest du jetzt (so) nicht twittern müssen.

Lesen Sie klassisch, oder informieren Sie sich nahezu ausschließlich digital?

Die Frage halte ich – verzeihen Sie, wenn ich das so offen sage – für unwichtig. Wir müssen uns davon lösen, dass es auf die Plattform ankommt. Es geht um Informationen. Die brauche ich gut aufbereitet und erreichbar. Die Zeitungen und Verlage, die das erkennen, werden den Wandel der Medienlandschaft erfolgreich bewältigen. Informationen gedruckt auf totes Holz finde ich persönlich nicht sexy. Beim Buch ist das noch ein bisschen anders. Da macht das Blättern auch Spaß. Bei Zeitungen und Magazinen will ich aber schnell und überall einen Zugriff auf die Informationen. Für mich geht das besser digital.

Lesen Sie hier das gesamte Interview.