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Aus unserem VDZ-Jahrbuch 2013: RUPERT STADLER: Vorstandsvorsitzender der AUDI AG, Preisträger der Goldenen Victoria "Unternehmer des Jahres 2012". Der Kunde ist im digitalen Zeitalter endlich wirklich König. Unternehmen können immer stärker von seinem Rat profitieren – wenn sie nicht auf ihn einreden, sondern zuhören lernen.

Der Autoindustrie geht es seit Jahrzehnten ähnlich wie der Zeitschriftenbranche. Uns haftet fälschlicherweise der Nimbus des Konventionellen an. Zeitweise hat man uns sogar schon totgesagt, weil wir angeblich nicht der "New Economy" angehören. „Ist Autofahren überhaupt noch mit Umwelt- und Klimaschutz vereinbar?“, fragt man uns gelegentlich. Und Sie haben sicher schon zu hören bekommen: „Wer braucht im digitalen Zeitalter denn noch bedrucktes Papier?“

Unsere Geschäftsmodelle sind infrage gestellt. Zudem verschärft der internationale Wettbewerb auch den Effizienzdruck. In den 1980er Jahren machten die Japaner mit den Einspareffekten ihrer Plattformbauweise den Autoherstellern in USA, Europa und Deutschland zu schaffen. Zusätzlich ist inzwischen die neue „Macht des Kunden“* vielfältigst zu spüren, in Internetforen, User Groups und auf fast allen Social Media Kanälen. Wer diese Instrumente nicht beherrscht, verliert die Kontrolle und wird beherrscht.

Unsere Branchen gehen neue Wege und haben sich erfolgreich für die Zukunft ausgerichtet. Während Journalisten und Verleger zu Recht an der Kraft des gedruckten Wortes festhalten und Online-Angebote sowie Mehrwertdienste schaffen, ist unsere Industrie dabei, das Automobil ein zweites Mal zu erfinden. Von der individuellen Mobilität sind wir zutiefst überzeugt. Doch nach mehr als hundert Jahren braucht es wegweisende Innovationen, damit diese zeitgemäß bleibt. Wir suchen deshalb permanent nach Antworten auf Fragen, die sich heute noch niemand stellt. Progressiv zu sein heißt, immer schon über den nächsten und übernächsten Schritt nachzudenken und Bedürfnisse zu antizipieren.

Unsere Marke steht für Fortschritt wie kaum eine andere. Autos zu bauen, die ihrer Zeit voraus sind, ist unser Antrieb. Drei Worte verkörpern ihn: Vorsprung durch Technik. Unsere Ingenieure und alle Audi-Mitarbeiter leben diesen Anspruch Tag für Tag auf der ganzen Welt.

Das richtige Gespür haben

Unsere Modellpalette fächern wir immer weiter auf. So haben wir antizipiert, dass es auch in der Kompaktklasse eine durchaus beachtliche Nachfrage nach Premium-Automobilen gibt. Also haben wir dieses Marktsegment Mitte der 1990er Jahre mit dem Audi A3 begründet. Und im Feld der Premium-SUV ist es uns gelungen, den Weg für eine ganze Familie von Q-Modellen zu bereiten. Das neue Karosseriekonzept zahlt sich aus. Heute ist bereits jeder vierte Audi ein SUV. Sicher denkt die Printbranche ebenfalls regelmäßig über neue Sparten und zielgruppenspezifische Angebote nach.

Die Autoindustrie in unserem Land treibt massiv Zukunfts-technologien voran, zuletzt mit Investitionen von 22 Milliarden Euro pro Jahr. Schon heute können wir bei den Emissionen im Straßenverkehr enorme Erfolge vorweisen. Nach jüngsten Berechnungen werden wir es in Deutschland bis 2020 geschafft haben, nach 30 Jahren intensiven Forschens und Entwickelns drei Viertel weniger Stickoxid und 90 Prozent weniger Kohlendioxid zu emittieren. Lagen die Emissionen Anfang der 1990er noch im Bereich mehrerer Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr, sind es heute hierzulande nur noch einige hundert Millionen.

Und die Reise geht weiter. Innovationen zum Nutzen von Kunden, Umwelt und Klima stehen bei Audi im Fokus. Das Gewicht eines Autos ist entscheidender Treiber beim Verbrauch. 100 Kilogramm weniger Wagengewicht bedeuten 0,4 Liter weniger Kraftstoff-Verbrauch. Deshalb haben wir mit Leichtbau-Innovationen als Erster die Gewichtsspirale umgedreht: Jedes neue Audi-Modell wiegt deutlich weniger als sein Vorgänger. Gleichzeitig steigern wir die Effizienz der Antriebssysteme und forschen an Kraftstoffen der Zukunft. Das Elektroauto wird kommen, aber noch ist seine Zeit nicht reif. Auf dem Weg dahin setzen wir ganz im Sinne des Kunden konsequent auf die Plug-In-Hybrid-Technologie. Sie stellt mit Blick auf Reichweite, Ressourceneffizienz und Kosten derzeit das Optimum dar: Ein Plug-In Hybrid ist für Langstrecken mit effizientem Verbrennungsmotor ausgestattet, lädt an der Steckdose seine Batterie auf und fährt mit ihr innerstädtisch emissionsfrei.

Prozesse effizienter gestalten

Doch moderne Kunden erwarten nicht nur nachhaltige Produkte. Deshalb haben wir unsere Produktionsverfahren radikal verändert und achten auf durchgängig effiziente Prozesse, bewerten alle Fertigungstechniken aus ökologischer Sicht. Ressourceneffizienz ist das Gebot der Stunde. Im Volkswagen-Konzern gibt es heute ein einzigartiges Baukastensystem, das uns modell- und markenübergreifend enorme betriebswirtschaftliche Synergien erschließt und doch jeder Marke großen Spielraum lässt.

Statt hochkomplexer Lösungen mögen unsere Kunden smarte Ideen. Sie wünschen sich Hightech im Auto und wollen alles spielend einfach bedienen können. Mit smarten Ideen haben wir auch im Motorsport schon so manches Rennen an der Tankstelle entschieden – einfach, weil unsere Rennautos pro Runde weniger Sprit verbrauchen und beispielsweise in Le Mans nach 24 Stunden die Ziellinie nicht nur als Sieger passieren, sondern auch als Effizienz-Champions.

Neue Kommunikationskanäle bespielen

Wer neue Wege geht, sucht auch nach neuen Kommunikationsformen. Deshalb diskutieren wir über jüngste Innovationen online mit unserer weltweiten Fangemeinde. Dann geht es um neue Automobile, verkehrspolitische Fragen oder ganz grundsätzliche Themen wie die Mobilität der Zukunft, die wir im Rahmen unserer Audi Urban Future Initiative aktiv mitgestalten. Heute hat Audi von Facebook bis Google+ mehr als sechs Millionen Fans im Internet.

Am Kiosk wie auf der Automeile entscheiden starke und profilierte Marken. Aus diesem Grund stellen wir uns als Premiumhersteller einer besonderen Herausforderung –  uns genügt es nicht, wenn unsere Kunden zufrieden sind. Wir wollen sie zu begeisterten Fans machen. Wir rücken den Kunden und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt.

Das Auto zum größten Mobile Device entwickeln

Die Kommunikation von Audi ist genauso progressiv wie unserer Marke selbst. So zeigen wir zum Beispiel auf den weltgrößten Computer-Messen wie der CES oder der CeBIT Flagge, um einen Audi als in jeder Hinsicht „größtes Mobile Device“ bekannt zu machen.

Die digitale Revolution betrifft alle Branchen. Beim Integrieren des Internets ins Auto machen wir keine Kompromisse und werden damit der "Always-on-Generation" gerecht. Diese will ständig mit dem Rest der Welt verbunden sein. WLAN Hotspot an Bord, Vorlesen von Email- und Twitter-Nachrichten, Diktieren von SMS-Mitteilungen, anschauliche Navigation mit Google Earth und Street View und ein Auswählen von Reisezielen über Fotos und Point-of-Interest-Kriterien – all dies ist heute mit dem Audi A3 in einem kompakten Premiumauto darstellbar. Noch in diesem Jahrzehnt zeigen wir, dass wir die neue Technologie des pilotierten Parkens und Fahrens auf die Straße bringen können. Und im nächsten Schritt stellen wir uns eine "Schwarmintelligenz" von Autos vor, die sich im Web 3.0 der Dinge und Dienstleistungen gegenseitig vor Staus und Gefahren warnen.

Kunden die gebührende Aufmerksamkeit schenken

Audi hält seine Versprechen. Wie bei jeder Signaturmarke kann sich der Käufer darauf verlassen, dass jedes einzelne Automobil die persönliche Handschrift unserer Mitarbeiter trägt: die seines Designers, seiner Entwickler und seiner Individualisierer in der Produktion.

Vielleicht gibt es bald die eine Zeitschrift für alle gar nicht mehr, und auch hier tritt eine ungeahnte Form des Customizing ein. Muss erst ein großer Technologie-Konzern kommen, bis es eine Zeitung zum „Selbstausdrucken" gibt, in der vor allem das zu finden ist, was den Abonnenten individuell interessiert? Heute erlebt unser Autokäufer bereits eine millionenfache Vielfalt, die es höchst unwahrscheinlich macht, dass wir irgendwo auf der Welt bei Audi das exakt gleiche Auto an einen zweiten Kunden ausliefern.

Die Werbewirtschaft beschreibt mit ihrer „AIDA-Formel“ wie Werbung wirkt: Attention, Interest, Desire, Action. Für Aufmerksamkeit sorgen, Interesse erzeugen, Wünsche wecken und den Kunden zum Handeln bewegen. In der Markenkommunikation interpretieren wir diese Formel für Audi neu: Wir schenken umgekehrt dem Kunden wieder die gebührende Aufmerksamkeit, lenken sein Interesse auf völlig neue Angebote, folgen dem Drang nach mehr Ressourceneffizienz mit cleveren Lösungen und profitieren dabei von der Attraktivität einer starken Marke. Nur wer den Wandel selbst entschlossen voran treibt, hält dem Druck der Zeit Stand und behält das Zepter in der Hand.