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Fachmedien blicken optimistisch in die Zukunft

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Deutsche Fachpresse baut Leistungsspektrum aus

Bernd Adam, Geschäftsführer Deutsche Fachpresse

Durch Investitionen in hochwertige Digital-, Mobil- und Print-Angebote konnten deutsche Fachmedienhäuser das Jahr 2010 mit einem positiven Ergebnis abschließen. Um 0,8 Prozent wuchs der Branchenumsatz auf insgesamt 3,03 Milliarden Euro. Das zeigt die aktuelle Fachpresse-Statistik 2010 der Deutschen Fachpresse. Jährlich dokumentiert sie für Mitgliedsverlage und Öffentlichkeit die Geschäftsentwicklung der Fachverlage.

Die Fachpresse-Statistik ist eine von zahlreichen Analysen und Studien, die die Deutsche Fachpresse regelmäßig in Auftrag gibt, um Entwicklungen aufzuzeigen und den Fachmedienmarkt für Mitglieder, Leser, Nutzer und Werbungtreibende transparent zu machen. Neben ihr zeigt etwa die „WerbeTrend Studie“, wie sich die B-to-B-Werbeaufwendungen nach Einschätzung von Unternehmen, Agenturen und Fachverlagen im laufenden Jahr entwickeln werden. Und Studien zum Lesermarkt wie die 2010 veröffentlichte „B2B-Entscheideranalyse 2010“ erläutern, weshalb Fachmedien bei professionellen Entscheidern geschätzt sind: Glaubwürdigkeit, Objektivität und Seriosität des von den Fachmedien gelieferten B-to-B-Informationsangebotes sind für professionelle Entscheider unverzichtbar. 6,6 Millionen Führungskräfte nutzen daher Fachmedien – das sind 91 Prozent aller professionellen Entscheider.

Das Leistungsspektrum der Deutschen Fachpresse wurde im vergangenen Jahr deutlich erweitert. So können die rund 400 in der Deutschen Fachpresse organisierten Fachverlage, die über eine Mitgliedschaft im Fachverband Fachpresse im VDZ oder in der Arbeitsgemeinschaft der Zeitschriftenverlage (AGZV) im Börsenverein des Deutschen Buchhandels der Deutschen Fachpresse angehören, noch stärker von ihrer Mitgliedschaft profitieren.

Fachpresse-Kommissionen sind Kern der Vernetzung

Kern der Vernetzung bilden die zehn Fachpresse-Kommissionen. Mehr als 130 ehrenamtlich tätige Verlagsexperten engagieren sich hier mit großem Einsatz. Themenspezifisch werden Marktentwicklungen diskutiert, analysiert und Handlungsoptionen für die Mitgliedsbetriebe abgeleitet. Dabei beweisen die Kommissionen stets große Marktnähe: Die im Herbst 2010 neu gegründete Kommission Corporate Media bearbeitet etwa ein Geschäftsfeld, das im Portfolio der Fachverlage angesichts sich wandelnder Märkte immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Unterstützung zur Bewältigung der anstehenden Herausforderungen erhalten Mitgliedsverlage durch zahlreiche Publikationen. In der Reihe „Yellow Paper“ veröffentlichen die Kommissionen regelmäßig Ergebnisse ihrer Arbeit, zuletzt mit den Titeln „Checkliste: Volontariat Fachredaktion“ und „Teilnehmerbefragungen - Entwicklung und Optimierung von Veranstaltungen“. Neu aufgelegt wurde 2009 die Studienreihe „Brancheninformationen der Deutschen Fachpresse“. In der 2011 neu erschienenen Ausgabe 3 beschäftigt sich Autor Dr. Marco Olavarria mit dem Thema „Produktmanagement 2.0“. Er erläutert, wie Verlage vorgehen können, wenn sie auf dem Weg zum modernen Wissensdienstleister innovative Produkte entwickeln möchten. Das Thema Change Management stand im Zentrum der bereits in 2010 publizierten Studie „Change Management in Fachverlagen“ von Dr. Svenja Hagenhoff und Ehrhardt F. Heinold. Unter engagierter Mitarbeit zahlreicher weiterer Fachverlagskollegen wurde die Einführung eines integrierten Verlagssystems beschrieben und anhand von Praxisbeispielen analysiert. Ergebnis sind hilfreiche Tipps für Verlage, die sich angesichts der Digitalisierung vor ähnlichen Problemstellungen sehen.

Intensives Gattungsmarketing

Eindrucksvolle Beispiele für hochwertige Fachmedien werden jährlich mit dem Preis „Fachmedium des Jahres“ ausgezeichnet. Hier zeigt sich, wie Fachverlage den Wandel mit innovativen Angeboten bewältigen. Mit dem Preis schafft die Deutsche Fachpresse Aufmerksamkeit für herausragende Fachmedien und gibt Mediaplanern Anreize, in Fachmedien zu investieren. Die journalistische Qualität steht im Fokus des Awards „Fachjournalist des Jahres“, der von der Karl Theodor Vogel Stiftung in Kooperation mit der Deutschen Fachpresse verliehen wird. Denn Qualitätsjournalismus ist der Garant einer unabhängigen, hochwertigen Information. Die Deutsche Fachpresse unterstützt ihre Mitgliedsverlage mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit auch dabei, sich als Partner der Wirtschaft und Impulsgeber der Wissenschaft zu positionieren. Hierzu zählen Hintergrundgespräche mit publizistischen Leitmedien wie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung oder dem Handelsblatt. Zum Instrumentarium gehören aber auch das Jahrbuch der Deutschen Fachpresse, Pre semitteilungen, Stellungnahmen, Reden und Fachartikel.

Mit ihren zahlreichen Veranstaltungen bietet die Deutsche Fachpresse ergänzend zu den gedruckten und digitalen Medien Plattformen zum Knüpfen persönlicher Kontakte. Gelegenheit zum Netzwerken bieten seit 2010 die neu eingeführten „B2B Regio- Talks“ sowie die Präsenz der Deutschen Fachpresse auf Veranstaltungen der Trägerverbände VDZ und Börsenverein. Zentrales Branchentreffen des Jahres ist nach wie vor der Kongress der Deutschen Fachpresse. Rund 500 Führungskräfte kommen hier jährlich an zwei Tagen zusammen, um Impulse für das eigene Geschäft zu gewinnen, sich weiterzubilden und Kontakte zu knüpfen. Motto des Kongresses in 2011: Den Wandel nutzen – Geschäfte ausbauen.