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Die richtige Strategie führt zum Erfolg – „Erfolgreich im Ausland verlegen“

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Der neue Leitfaden des VDZ-Arbeitskreises Ausländische Märkte ermutigt und zeigt, wie ein Auslandsengagement strategisch aufgebaut wird

Wachstum ist nicht nur im Inland möglich, großes Potenzial liegt auch in der Internationalisierung von Magazinen. Hierbei können Zeitschriftentitel und -kon-zepte international expandieren. Die seit vielen Jahrzehnten ausgebaute Kompetenz deutscher Verlage, erfolgreich ein Magazin im hoch kompetitiven Markt Deutschland zu führen, ist eine gute Voraussetzung, dies auch im Ausland zu versuchen. Wie eine Auslandsstrategie mit welchen Markteintrittsalternativen aussehen kann, zeigt der aktuelle Leitfaden des VDZ.

Dabei ist die Aussicht, auch im Ausland erfolgreich Fuß zu fassen, nicht mehr nur für Großverlage vielversprechend. Auch kleine und mittelständische Verlage sowie Fachverlage haben immer bessere Chancen, sich erfolgreich zu internationalisieren, so ein Ergebnis des Leitfadens, das der Autor Christian Siebert, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens abroad | publishing gemeinsam mit dem Co-Autor Kai H. Helfritz, Geschäftsführer der VDZ Akademie, herausgearbeitet hat. Was Internationalisierung der Printmedien bedeuten kann, zeigen einige deutsche Verlage: Der Auslandsumsatz liegt bei über 50 Prozent, im Durchschnitt betrug dieser nach einer VDZ-Umfrage aus dem Jahre 2008 bei Publikumszeitschriften bei 26 Prozent und bei Fachverlagen bei 12 Prozent.

Entschließt sich ein Verlag dazu, auf einem Auslandsmarkt aktiv zu werden, stehen ihm grundsätzlich vier Möglichkeiten mit unterschiedlichen Inhalten hinsichtlich des Kapitaleinsatzes, des wirtschaftlichen Potenzials und Risikos zur Verfügung: Export, Lizenzvergabe, Beteiligungen und Joint Ventures sowie die Hundertprozent-Beteiligung. Der Leitfaden hat folgende Schwerpunkte:

–      Warum kann sich ein Schritt ins Ausland lohnen?
–      Wann ist ein Schritt ins Ausland sinnvoll? (inkl. Checkliste)
–      Formen der Internationalisierung – Markteintrittsstrategien (Export, Lizenzvergabe, Beteiligungen und Joint Ventures, vollbeherrschte Unternehmen/Kauf von Zeitschriften)
–      Internationalisierung: Ja, aber wohin? (Länderstrategie, Titelstrategie)
–      Kriterien bei der Auswahl eines Landes

 

Beim Einstieg gibt es selbstverständlich auch oft Herausforderungen. Die Suche nach dem lokalen Partner ist anspruchsvoll. Zudem ist die thematische Ausrichtung von großer Bedeutung, da die Inhalte zu den individuellen Märkten passen müssen. So kann etwa eine Hamburger Szenezeitschrift nur schwer den Weg nach Moskau finden, ein etabliertes Berliner Underground Modemagazin sich jedoch durchaus in London gut verkaufen.

Der größte Anreiz für Verlage für die Internationalisierung ist die profitable Umsatzsteigerung. Um diese verwirklichen zu können, gilt es, Kosten- und Know-how-Vorteile gegenüber dem Wettbewerb zu gewinnen. Christian Siebert ist davon überzeugt, dass ein Verlag, der bereits ein erfolgreiches Produkt im Inland positioniert hat, diesen Vorsprung in seiner Kernkompetenz auch effizient im Ausland nutzen kann.

Frances Evans, Sprecherin des VDZ-Arbeitskreise Ausländische Märkte und International Licensing Director bei MVG Medienverlagsgesellschaft mbH freut sich, dass mit dieser Arbeit ein weiterer Schritt in der Wissensvermittlung umgesetzt wurde: „Gerade für die im Ausland weniger erfahrenen Verlage gibt der Leitfaden eine Vorlage, welche strategischen Möglichkeiten bestehen und wie diese umgesetzt werden können.“

Der Leitfaden rund um die Internationalisierung ist als PDF-Datei bei Frau Tana Rüger unter t.rueger[at]vdz-akademie.de für VDZ-Mitglieder zu einem Preis von 59 Euro (zzgl. MwSt.) und für Nicht-Mitglieder für 79 Euro (zzgl. MwSt.) zu erhalten.

Weitere interessante Dokumentationen, z.B. zum „Medienmarkt Vietnam“ oder zum Thema „Online First internationalisieren“ wurden bereits dieses Jahr veröffentlicht. Alle Initiativen fließen u.a. ein in die Website www.vdz.de („International“), die Adressen, Ansprechpartner und Dienstleister zu internationalen Märkten liefert. Sie bildet dazu rund 40 Länder mit Verbänden, Audit Organisationen und Ähnlichem ab. Auch Publikationen, Dokumentationen und Studien sowie Links zur Recherche sind hier gelistet.