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Vertrieb

„Bahnhofsbuchhandel bleibt 1. Liga im Pressevertrieb“

Print & Digital Vertrieb Erstellt von Eva-Anabelle v.d. Schulenburg

Der Verband Deutscher Bahnhofsbuchhändler hat seit 26. April einen neuen Vorstand Zum Nachfolger von Götz Grauert wählten die Verbandsmitglieder einstimmig den bisherigen 2. Vorsitzenden Mathias Gehle (Geschäftsführer Valora Retail Services GmbH).

Der Verband Deutscher Bahnhofsbuchhändler hat seit 26. April einen neuen Vorstand: Zum Nachfolger von Götz Grauert wählten die Verbandsmitglieder einstimmig den bisherigen 2. Vorsitzenden  Mathias Gehle (Geschäftsführer Valora Retail Services GmbH). Neuer zweiter Vorsitzender ist Friedrich Hacker, Geschäftsführer des Heidelberger Buch-und Pressehandelsunternehmens  Schmitt & Hahn. Als Schatzmeister wurde Michael Falter (Falter Bücher und Presse Vertrieb, Aachen) und als Rechnungsprüfer Daniel Seidl, Geschäftsführer von Hollmann Buch & Presse, Düsseldorf, im Amt bestätigt.

Für den VDZ dankte der Sprecher des Arbeitskreises Pressemarkt Vertrieb Torsten Brandt (Axel Springer AG) dem scheidenden Vorsitzenden Götz Grauert für über acht Jahre sehr konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die eine Reihe neuer Projekte befördert habe. Hierzu zählten unter anderem derzeit noch in der Schlussberatung befindliche Grundsätze für den Pressevertrieb im Bahnhofsbuchhandel sowie konkrete Empfehlungen zur Zusammenarbeit zwischen Verlagen/NDs und Bahnhofsbuchhandel. „ Die Verlage stehen weiterhin zu einem starken Bahnhofsbuchhandel als eigenständiger Pressevertriebskanal mit heute rund 500 Verkaufsstellen und einem stabilen Gesamtumsatzanteil im Einzelhandelspressevertrieb von rund zehn Prozent. Der Bahnhofsbuchhandel gehört weiterhin zur ersten Liga des Pressevertriebs“ versicherte Brandt den anwesenden Bahnhofsbuchhändlern, Verlagen und NDs.

Gerade angesichts sinkender Umsätze im Printgeschäft aufgrund des Strukturwandels infolge der Digitalisierung der Medien seien starke Vertriebspartner, die weiterhin zu stabilen Vertriebserlösen der Verlage beitrügen, von wachsener Bedeutung. Das gelte ebenso für das Presse-Grosso, auf das Brandt vor dem Hintergrund der aktuellen öffentlich ausgetragenen Diskussionen mit einem klaren Bekenntnis aller Verlage einging: „Alle Verlage wollen dieses Pressevertriebssystem mit seinen Essentials erhalten, daran ändern auch harte Auseinandersetzungen in Einzelfragen nichts.“ So wie jeder Geschäftspartner in Zeiten schwieriger Umsatzsituation aber mit erhöhten Forderungen der Verlage an Kosteneffizienz und Leistungstransparenz konfrontiert werde, wären auch die Vertriebspartner in der Pflicht, durch Modernisierung und deutliche Effizienzsteigerung zur Zukunftsfähigkeit des „klassischen“ Pressevertriebs beizutragen.

Überprüfung der Direktbelieferungskriterien
Die VDZ-Projektgruppe Bahnhofsbuchhandel unter der Leitung von Klaus-Peter Rebe (Deutscher Pressevertrieb DPV) hat in den vergangenen Wochen eine umfassende Überprüfung der Einhaltung der Direktbelieferungskriterien durchführen lassen. Bahnhofsbuchhändler, deren Geschäfte ein oder mehrere Kriterien nicht oder nicht hinreichend erfüllen wie zum Beispiel die Öffnungszeiten oder das Mindesttitelsortiment, wurden jüngst durch ein VDZ-Schreiben gebeten, die festgestellten Mängel zu beseitigen.

Torsten Brandt begründete diese Maßnahme damit, dass die Zeitungs-und Zeitschriftenverlage aufgrund der Sonderstellung des Bahnhofsbuchhandels und der gegenüber anderen Einzelverkaufssparten für die Verlage höheren Vertriebskosten verpflichtet seien, auf eine genaue Einhaltung der Kriterien zu bestehen. Dies sei allein schon gegenüber dem Presse-Grosso geboten.

 

Appell an die Deutsche Bahn AG
Der scheidende Vorsitzende des BB-Verbandes Götz Grauert hob in seiner Abschiedsrede die anhaltende Leistungsfähigkeit des Bahnhofsbuchhandels hervor, die sich unter anderem in einem hohen Investitionsvolumen von etwa 12 Millionen Euro im vergangenen Jahr für neue und moderne Geschäfte ausdrücke. An die Adresse der Deutschen Bahn AG, die durch Herrn Dr. André Zeug (Vorstandsvorsitzender der DB Station & Service AG) vertreten war, wies Grauert auf die Bedeutung des Bahnhofsbuchhandels als wichtigste Anlaufstelle für Reisende auf Bahnhöfen sowie als bedeutender Pächter der Deutschen Bahn AG hin. Dies verband er mit einem dringenden Appell, von unbegründbaren Kündigungen gegenüber Bahnhofsbuchhandlungen Abstand zu nehmen und die Unternehmen beim Pachtzins nicht weiter zu überfordern.

 

Neue Ideen und Produkte entwickeln
Mathias Gehle versprach den Verlagen und NDs in seiner Antrittsrede als neuer Vorsitzender des BB-Verbandes, die Bemühungen für einen gedeihlichen Presseumsatz –insbesondere für Special Interest Titel – zu verstärken. Die Anforderungen der Verlage und des VDZ an eine moderne Warenpräsentation, geschulte Mitarbeiter, eine effiziente Warenwirtschaft und verkaufsfördernde Aktivitäten habe der Bahnhofsbuchhandel schon in der Vergangenheit eindrucksvoll umgesetzt, man betrachte sie aber zugleich als Ansporn für die zukünftige Zusammenarbeit. Er forderte die Verlage auf, neue Ideen und Produkte zu entwickeln . Hierfür biete sich der Bahnhofsbuchhandel als idealer Partner an.