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Pressefreiheit, Deniz Yücel, Reporter ohne Grenzen, Türkei

Erleichterung, aber kein Tag der Pressefreiheit

Nachrichten Medienpolitik Pressemeldung

VDZ-Hauptgeschäftsführer Stephan Scherzer zur Entlassung Deniz Yücels aus der Untersuchungshaft

Weltkarte der Pressefreiheit 2017 von Reporter ohne Grenzen (© Reporter ohne Grenzen)

„Als große Erleichterung, aber dennoch nicht als Tag der Pressefreiheit“, so bewertet VDZ-Hauptgeschäftsführer Stephan Scherzer die Entlassung Deniz Yücels aus der Untersuchungshaft. „Sie ist ein menschliches Zeichen für Deniz Yücel, der durch seine Unbeugsamkeit imponiert. Wir sollten dies aber nicht als ein Zeichen für Pressefreiheit verstehen“.

Denn die Entlassung aus der Untersuchungshaft nach einem Jahr ohne Anklage ist ein Willkürakt und hat mit rechtsstaatlichen Prinzipien nichts zu tun. Nunmehr sieht sich Yücel einer Anklage mit der Forderung einer hohen Haftstrafe ausgesetzt. Die Sanktionierung seiner bisherigen journalistischen Arbeit setzt sich ebenso fort wie die Drohung, seine Pressefreiheit auszuüben.

Der VDZ erinnert daran, dass in der Türkei heute sechs Journalisten zu lebenslanger Haft verurteilt worden sind und weitere 150 Journalisten sind unter absurden Vorwürfen inhaftiert. Erst wenn alle freigelassen werden und frei berichten können, lebt die Pressefreiheit in der Türkei.

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