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Ehrenpräsident Prof. Dr. Hubert Burda: "Zeitschriftenmarken haben wunderbare Zukunft"

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Publishers' Summit in Berlin von Prof. Dr. Hubert Burda eröffnet | Bundesfinanzminister Schäuble hält auf Verlegerkongress die Keynote | 700 Teilnehmer aus über 450 Mitgliedsverlagen bei der Eröffnung

VDZ-Ehrenpräsident Prof. Dr. Hubert Burda (© getty images)

"In Zeiten enormer Umbrüche ist es uns gemeinsam gelungen, den VDZ zu einem der besten Verbände Deutschlands zu machen. Kraftvoll in seinen Netzwerken, wirksam in der Kommunikation und mit einer Strahlkraft, die weit über die Verlagswelt hinausreicht." Dies betonte Prof. Dr. Hubert Burda in seiner Eröffnungsrede beim VDZ Publishers' Summit 2016. Gestern war Burda nach zwanzigjähriger Amtszeit zum ersten Ehrenpräsident des VDZ ernannt worden, sein Nachfolger als Präsident ist Stephan Holthoff-Pförtner, Mitgesellschafter der FUNKE MEDIENGRUPPE.

In seiner Bilanz zeigte Burda auf, zu den größten Erfolgen des VDZ gehöre, dass heute niemand mehr an der Gattung der Zeitschriften zweifele. "Wir alle wissen, dass die Zeitschriftenmarken auch in der digitalisierten Medienwelt eine wunderbare Zukunft haben kann. Unser Kerngeschäft ist auch nach 20 Jahren Digitalisierung sehr gesund: Wir erreichen mit unseren Zeitschriften 95 Prozent der Bevölkerung; wir Verlage verkaufen in Deutschland pro Jahr 2,5 Milliarden Exemplare; die Deutschen geben jeden Monat rund 260 Millionen Euro für Zeitschriften aus." Mit klaren Worten wandte sich der Ehrenpräsident an die Politik. Wichtige Themen für die Verleger sind, so unterstrich Burda, die Bereiche Urheberrecht, Datenschutz und Wettbewerbsrecht, in denen an deutlichen Verbesserungen gearbeitet werden müsse, um gerechte Rahmenbedingungen für die Medienhäuser im internationalen Wettbewerb mit den globalen, digitalen Playern zu schaffen. 

"Mein Dank gilt Stephan Holthoff-Pförtner, unserem neuen Präsidenten. Ich könnte mir keinen Besseren vorstellen: Er ist ein leidenschaftlicher Verleger, der mit großem Geschick unser Kerngeschäft vorantreibt. Kein Unternehmen unserer Industrie hat sich in den vergangenen Jahren so eindrucksvoll auf unseren Kernmärkten engagiert", hob Burda hervor.

Dr. Wolfgang Schäuble, Bundesminister der Finanzen, betonte in seiner politischen Keynote den Zusammenhang zwischen der Presse und der Gesellschaft. Der Blick auf die Präsidentenwahlen in den USA zeige auf schmerzhafte Weise, welche Veränderungen sich in diesem Verhältnis gerade vollzögen. In Deutschland stünde der Begriff "Lügenpresse" symbolhaft dafür, welches Misstrauen die Menschen mittlerweile gegenüber den Medien hätten – dies sei eine sehr gefährliche Entwicklung. Hier komme der Presse eine bedeutende Rolle als Garant von Öffentlichkeit zu: Ohne Meinungs- und Pressefreiheit werde diese Demokratie nicht bleiben, was sie zum Glück geworden ist. Mit Blick auf das Internet stellte Schäuble fest, dass diese immer weniger aufgerufen würden, um sich vielfältig und breitgefächert zu informieren. Vielmehr stünde heute die Bestätigung der eigenen Meinung im Vordergrund. "Journalisten, die recherchieren und einordnen sind in dieser Zeit unverzichtbar", so der Bundesfinanzminister. Im Zeitalter der Unübersichtlichkeit sei die repräsentative Demokratie eine ideale Form des politischen Entscheidungsprozesses. Damit verglichen seien Journalisten "Abgeordnete der Gesellschaft", zwar ohne demokratische Legitimation, aber mit der Aufgabe hinzusehen, zu bündeln und zu urteilen.

Nationale und internationale Top-Sprecher setzen die Aufgaben und Herausforderungen der Verleger in einen größeren Kontext. Als Innovationstreiber und Marktpartner sind ihre Erfahrungen und Ideen wichtige Inspiration. Nach dem Bundesfinanzminister werden weitere hochkarätige Politiker wie Christian Lindner und Günther H. Oettinger, Martin Schulz und Dr. Carsten Linnemann auf dem Publishers‘ Summit und der Publishers‘ Night sprechen. Die Verlagsmanager Manfred Braun, Geschäftsführer FUNKE MEDIENGRUPPE, Stefan Rühling, Vorsitzender der Geschäftsführung Vogel Business Media, Philipp Welte, Vorstand Hubert Burda Media und Dr. Andreas Wiele, Vorstand Axel Springer SE unterstreichen mit ihren "My Big Points 2017" in Kurzübersicht die strategischen Ziele und Herausforderungen der Branche. Weitere Topredner des heutigen Tages waren Hans-Otto Schrader, Vorstandsvorsitzender der Otto Group, und Juan Señor, Partner Innovation Media Consulting Group.

"Wir freuen uns auf 24 Stunden Dialog mit Ihnen – Ihre Teilnahme ist ein lebendiger Beweis für unser Motto ,Freiheit, Vielfalt, Wettbewerb’", sagte VDZ-Hauptgeschäftsführer Stephan Scherzer in seiner Begrüßung den rund 700 Kongressteilnehmer.

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