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dpa: Zeitschriftenverleger sehen Gefahr eines Papiermangels in 2022

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Stephan Scherzer, VDZ-Hauptgeschäftsführer, im Gespräch mit dpa über die Versorgung des Zeitschriftenmarktes mit grafischen Papieren | erschienen bei dpa am Dienstag, 12.10.2021

Zeitschriftenverlage sehen für 2022 die Gefahr eines Papiermangels für Magazine. Der Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), Stephan Scherzer, teilte am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mit: „Leserinnen und Leser kaufen im Jahr rund 1,3 Milliarden Publikumszeitschriften - die Nachfrage ist gut und noch funktioniert die Versorgung des Zeitschriftenmarktes mit grafischen Papieren, aber die Lage ist äußerst angespannt.“

Die Nachfrage aus dem Verpackungssektor mit Blick auf den Online-Handel, gestiegene Frachtkosten, europaweite Kapazitätsengpässe bei der Papierherstellung sowie Rohstoffknappheit führten zu rasanten Preissprüngen um 30 Prozent und mehr, erläuterte er.

Scherzer betonte: „Neben der nicht vorhersehbaren Preissteigerung besteht die Gefahr, dass es 2022 nicht genügend Papier geben wird. Die Papierbranche muss sich jetzt als verlässlicher Partner erweisen, der die Preisschraube nicht überdreht und die Versorgungssicherheit mit grafischen Papieren gewährleistet. Es ist noch nicht abzusehen, ob sich die Situation im Laufe des Jahres 2022 entspannen wird.“

Auch andere Verlage, die Bücher oder Zeitungen herausgeben, sprechen seit einiger Zeit von Papierknappheit. Jüngst verwies der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) auf einen „erheblichen Preisdruck“ bei Pressepapieren, wo Altpapier zum Einsatz kommt. Die Nachfrage übersteige die Menge des produzierten Papiers. Nicht alle Käufer erhielten die vereinbarten Mengen, oder es würden Aufschläge verlangt.

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