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Prototype the Future: Mit Storytelling das Publikum gewinnen

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VDZ-Workshopreihe What’s Next bietet Praxishilfen für überzeugende Geschichten im Video-Format und in der Konzernentwicklung

„Pitching und Storytelling“ hieß das Motto der fünften Session in der VDZ-Workshopreihe What’s Next. Im ersten Teil sprach Torsten Beeck, Strategic Partner Manager  bei Facebook, über die Kunst, visuell spannende Geschichten in den Sozialen Medien zu erzählen. Denn auch wenn am „Ende eine gute Geschichte eine gute Geschichte ist“, so Beeck, ginge es darum, darüber nachzudenken, was notwendig ist, um plattformadäquat zu kommunizieren und die Nutzer zu erreichen.

Aus seiner Sicht sei vor allem das Format Video die größte Herausforderung für Verlage im Rahmen ihrer Content Strategien. Dabei sei es wichtig, die Geschichte über die Textform hinaus zu denken, denn abhängig von der Plattform werden unterschiedliche Erzählformen benötigt. Welche Faktoren erfolgreiche Videos bei Facebook ausmachten und wie die praktische Umsetzung mobiler Videoformate auch mit einem kleinen Equipment gelinge, erläuterte Beeck anhand eines Praxisleitfadens .

Als Leitgedanken für die Produktion und Veröffentlichung von Videoinhalten auf sozialen Plattformen empfahl er fünf Grundsätze: besonders wichtig sei es, eigenständige und einzigartige Inhalte anzubieten, anstatt Beiträge Dritter zu teilen oder Clickbait zu produzieren. Damit die Nutzer die Videos fänden, sei zudem die Suchoptimierung relevant, beispielsweise mit Hilfe klarer Titel, Beschreibungen oder Schlüsselwörter. Zudem seien regelmäßige Veröffentlichungen entlang eines Zeitplans geeignet, die Nutzer an die Seite zu binden. Ideal seien Beiträge, an denen Zuschauer länger als drei Minuten „haften“ blieben und die Interaktion oder Diskussion fördern.

Welche Faktoren das Publikum anziehen und dazu führen, dass die Nutzer haften bleiben? Zu dieser Frage hielt Torsten Beeck drei Empfehlungen bereit:

  1. Visuelle Vielfalt, beispielsweise durch unterschiedliches Filmmaterial, verschiedene Ansichten, Perspektiven oder Übergänge.
  2. Auf gute Beleuchtung und guten Ton achten.
  3. Die Aufmerksamkeit der Zuschauer innerhalb der ersten zehn Sekunden gewinnen und in dieser Zeit die Botschaft transportieren. Da der Newsfeed häufig ohne Ton gelesen werde, empfiehlt Beeck, das Video so anzulegen, dass es auch ohne Sound verstanden wird – beispielsweise mit Hilfe von Untertiteln.

Zahlreiche weitere Tipps erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu inhaltlichen wie auch technischen Fragestellungen der Produktion und Post-Produktion: Angefangen von Empfehlungen für die Ressourcenplanung über die Bildsprache und die Spannungskurve bis hin zur Aufnahmeumgebung und Aufnahmequalität. Denn auch wenn Nachrichten im Videoformat auf sozialen Plattformen „ganz sicher das härteste Brot“ seien, so Beeck, suchen Menschen dort nach Nachrichten und konsumieren sie. Gerade deshalb sei es wichtig, Nachrichten auch für soziale Plattformen zu produzieren. Echte, eigene Videoproduktionen seien zudem geeignet, die Sichtbarkeit von Verlagen und ihren Angeboten in sozialen Medien zu erhöhen.

Im zweiten Teil des Workshops berichtete Manuela Schwarz, Intrapreneurin in einem großen Versicherungsunternehmen, im Gespräch mit Carsten Meier von den Intraprenören über ihre Erfahrungen, wie Storytelling innerhalb einer Organisation funktioniert, um Menschen von neuen Produkten oder Ideen zu begeistern. Als Initiatorin der internen Zukunftsinitiative #einfachmalanders verantwortet sie das Programm für den Kulturwandel im Rahmen der digitalen Transformation. Dabei sei es ihre Aufgabe und Herausforderung zugleich, Kollegen und Mitarbeiter davon zu überzeugen, bei etwas mitzumachen, wofür keine zusätzliche Arbeitszeit bereitgestellt wird.

Um Menschen zu überzeugen, seien ihrer Erfahrung nach vier Aspekte entscheidend:

  1. Leidenschaft – denn wer hinter einem echten Herzensthema stehe, strahle Energie aus, die ansteckend auf Führungskräfte oder Kollegen wirkt.
  2. In Zielgruppen denken und das „Warum“ herausstellen – der persönliche Mehrwert wie auch der Mehrwert für die Organisation seien sowohl für Entscheider als auch für Unterstützer wichtig.
  3. In iterativen Prozessen denken – das eigene Netzwerk im Unternehmen sei ideal, um Ideen zu schildern, Feedback einzuholen und Projekte weiterzuentwickeln.
  4. Zum Ausprobieren bewegen – mit der eigenen Begeisterung und Leidenschaft ließen sich auch diejenigen Personen überzeugen, sich auf einen Test einzulassen, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht an den Erfolg einer Maßnahme glaubt. Das Prinzip „Lernen durch Erfahrung“, habe sich bewährt.

Und auf die Frage, wie sie Widerständen und Demotivation begegnet, rät Manuela Schwarz, auf jene Kollegen zu hören, die unaufgefordert positives Feedback geben und ebenso an das Ziel und die Vision glauben. Gerade gemeinsam werde das Gemeinschaftsziel wachsen, ermutigte sie alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Abschluss der Workshopreihe.

In der digitalen VDZ-Workshopreihe What’s Next lernen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Verlagsbereiche in fünf digitalen Sessions die wichtigsten Elemente und Grundlagen für die Zukunft der Verlagswelt. Unter dem Motto Prototype the Future bietet What’s Next 2020 vom 21. September bis 16. November digitale Live-Sessions und Coachingrunden zu den Themen:I

Leadership & der Weg in eine mutige Zukunft
21. September 2020

Insights & Analytics – aus Daten lernen, auch als Anfänger
5. Oktober 2020

Design Thinking – einfach kreative Ideen und Lösungen entwickeln
19. Oktober 2020

Rapid Prototyping und Testing – Fehler zulassen und aus ihnen lernen
2. November 2020

Pitching und Storytelling
16. November 2020

Alle Ressourcen stehen im Anschluss auch für den on-Demand-Abruf zur Verfügung.

Das Format What’s Next gehört seit 2018 zum Trainings- und Weiterbildungsangebot des VDZ. Die dritte Auflage der Workshopreihe richtet der VDZ gemeinsam mit den Kooperationspartnern Facebook Germany und knk Business Software AG aus.

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