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„Mein Deutschland. Ich lebe hier auf gutem Grund“

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Jubiläumsveranstaltung Zehn Jahre Deutschlandstiftung Integration in Berlin mit Vorstellung der Kampagne der neuen Kampagne

Vorsitzender des Stiftungsrates der Deutschlandstiftung Integration Christian Wulff (Foto: Deutschlandstiftung Integration)

Kanzleramtsminister Helge Braun (li.) und Bundespräsident a.D. Christian Wulff (Foto: Deutschlandstiftung Integration)

Neue deutschlandweite Anzeigen- und Öffentlichkeitskampagne der DSI zum 70. Jahrestag des Grundgesetzes (Foto: Deutschlandstiftung Integration)

Geschäftsführerin der DSI, Gonca Türkeli-Dehnert, beim Wohnzimmertalk (Foto: Deutschlandstiftung Integration)

600 Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Kultur sowie Stipendiaten, Mentoren und Alumni von GEH DEINEN WEG waren zu Gast (Foto: Deutschlandstiftung Integration)

Christian Wulff im Gespräch mit Rabbiner Yehuda Teichtal, Vorsitzender Jüdisches Bildungszentrum Chabad Lubawitsch Berlin (Foto: Deutschlandstiftung Integration)

Jede Generation habe mindestens eine große Aufgabe zu bewältigen, wie der Wiederaufbau für die Großeltern oder die deutsche Wiedervereinigung der Elterngeneration. „Für Ihre Generation lautet die große Herausforderung: Integration“, betonte Bundespräsident a.D. Christian Wulff bei seiner Ansprache als Vorsitzender des Stiftungsrates zur Jubiläumsveranstaltung Zehn Jahre Deutschlandstiftung Integration. Zum Festakt waren 600 Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Kultur sowie Stipendiatinnen und Stipendiaten, Mentorinnen und Mentoren und Alumni des GEH DEINEN WEG-Stipendienprogramms der Einladung in die Telekom-Hauptstadtrepräsentanz gefolgt.

Die Schirmherrin der Stiftung seit deren Gründung 2008, Bundeskanzlerin Angela Merkel, konnte aufgrund der Trauerfeierlichkeiten für den 41. Präsidenten der USA, George H. W. Bush, kurzfristig nicht teilnehmen – und schickte stattdessen Kanzleramtsminister Helge Braun. Braun erklärte in seiner Festansprache, dass Deutschland Zuwanderung für den Arbeitsmarkt brauche. Und wenn ein Land Zuwanderung brauche, wäre insbesondere gelungene Integration wichtig. „Auch daher sind die Programme „Geh Deinen Weg“ oder „Raus mit der Sprache. Rein ins Leben“ der Stiftung so unendlich wichtig, ist Braun überzeugt. Und weiter: „Wenn es die Deutschlandstiftung Integration nicht gäbe, müsste man sie erfinden.“

Eine Initiative des VDZ
Das haben die Zeitschriftenverleger vom VDZ zum Glück vor zehn Jahren schon getan: Eine Stiftung zur Förderung der Integration verbunden mit der Rolle der Medien erwuchs als Initiative von Prof. Dr. Hubert Burda und aus den Reihen der Verleger. Mit ihren Kampagnen und Förderprogrammen für talentierte und sozial engagierte junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte ist sie innerhalb einer Dekade zu einer eigenständigen Kraft in der deutschen Stiftungslandschaft geworden. „Ich habe den Traum, dass es diese Stiftung in 15 bis 20 Jahren nicht mehr braucht, weil alle Menschen in diesem Land die gleichen Chancen haben“, sagte Wulff. VDZ-Präsident Dr. Rudolf Thiemann ist seit Anfang des Jahres Mitglied des Kuratoriums. Der Verleger der Liborius-Gruppe begleitet die Stiftung seit ihrer Gründung durch den VDZ in verschiedenen Funktionen, so auch nach deren Neuaufstellung Mitte 2017 mit neuer Rechtsform und Gremienstruktur.

Neuer Mentor 2019 – Der Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramts?
Helge Braun, der der Meinung ist, dass die Stiftung deutlich über diesen Zeitraum notwendig bleiben wird, stellte – beeindruckt vom Stipendienprogramm – sein persönliches Engagement als Mentor in Ausschicht: „Als ich gerade gehört habe, dass sogar Altbundespräsidenten als Mentoren bei der Deutschlandstiftung Integration sind, habe ich mich gefragt: Wieso bin ich das eigentlich noch nicht?“ – Jederzeit willkommen!

Am Festabend wurde auch die neue deutschlandweite Anzeigen- und Öffentlichkeitskampagne vorgestellt, mit der die Deutschlandstiftung den 70. Jahrestag des Grundgesetzes begleiten wird. Die Kampagne wird von der Berliner Werbeagentur antoni pro bono betreut. Mit dem Slogan „Mein Deutschland. Ich lebe hier auf gutem Grund“ will die Stiftung darauf aufmerksam machen, dass das Grundgesetz das Fundament für eine vielfältige und offene Gesellschaft ist. Deshalb werden Menschen mit Migrationsgeschichte für Artikel des Grundgesetzes werben, etwa die 97-jährige Holocaustüberlebende Margot Friedländer für Artikel 1: Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Basis unserer gemeinsamen Werte
Im Format eines Wohnzimmertalks erklärte die Geschäftsführerin der Deutschlandstiftung Integration, Gonca Türkeli-Dehnert, warum die Kampagne neben dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz auch vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im Auftrag des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat gefördert wird: „Wir wollten zeigen, wie man eine Wertediskussion gestaltet, die Menschen zusammenbringt. Wir haben deshalb mit dem Grundgesetz ein Thema in den Vordergrund gerückt, das alle Menschen, die in Deutschland leben, miteinander verbindet. Daher auch der inklusive Name der Kampagne: Ich lebe hier auf gutem Grund.“ 

„Presse- und Meinungsfreiheit sind Grundpfeiler unserer pluralistischen Gesellschaft. Es ist großartig, dass die Deutschlandstiftung mit dieser Kampagne genau ins Schwarze trifft: Gutes Timing zum 70. Jubiläum des Grundgesetzes als Basis unserer gemeinsamen Werte“, sagt VDZ-Hauptgeschäftsführer Stephan Scherzer, der auch als Mentor für Geh Deinen Weg engagiert ist.

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