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VDZPS18, Publishers' Summit

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Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hebt auf dem Publishers' Summit die Bedeutung der Medien in einer demokratischen Gesellschaft hervor

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier beim Publishers' Summit 2018 (Foto: Ole Bader/SANDWICHPICKER für VDZ)

Moderatorian des Publishers' Summit: Bettina Cramer (Foto: Ole Bader/SANDWICHPICKER für VDZ)

Michael Busch, Vorsitzender der Geschäftsführung von Thalia (Foto: Ole Bader/SANDWICHPICKER für VDZ)

Philipp Welte (Foto: Ole Bader/SANDWICHPICKER für VDZ)

Britta Seeger, Daimler-Vorstand (Foto: Ole Bader/SANDWICHPICKER für VDZ)

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier beim Publishers' Summit 2018 (Foto: Ole Bader/SANDWICHPICKER für VDZ)

VDZ-Präsident Dr. Rudolf Thiemann begrüßte den Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und verknüpfte damit die Hoffnung, dass das Wirtschaftsministerium positiv auf das Verlegerrecht einwirken würde. Altmaier unterstrich die Bedeutung der Zeitschriften für Demokratie und Gesellschaft und würdigte das Engagement des VDZ im weltweiten Kampf für die Pressefreiheit: „Eine lebendige und vielfältige Presselandschaft ist der beste Schutz gegen Desinformation und ein Gegengewicht zur Verrohung des öffentlichen politischen Diskurses in den sozialen Medien.“ Darüber hinaus stellte Altmaier eine Weiterentwicklung des Wettbewerbsrechts in Aussicht, um faire Bedingungen auf den digitalen Medienmärkten sicherzustellen.“

Auch Philipp Welte, Vorstandssprecher Fachverband Publikumszeitschriften & Vorstand Hubert Burda Media, sieht die Freiheit als Fundament eines glücklichen Lebens und als wichtiges Gut. In seiner Rede sprach er über die „Freiheit, die ich meine“ und verwies darauf, dass genau diese Freiheit bedrohter sei, denn je. Deshalb forderte er den Beginn eines neuen Zeitalters im Kampf für die Pressefreiheit. „Was wir nie aus den Augen verlieren dürfen: Es gibt ein unauflösbares Band zwischen freiem, nur der Wahrheit verpflichtetem Journalismus und der Freiheit in einer Demokratie. Wenn die Freiheit der Presse in einer Gesellschaft in Bedrängnis gerät, wenn gegen Journalisten gehetzt wird und Medien in ihrer Arbeit gegängelt werden, steht es schlecht um die Freiheit an sich.“

Wichtig sei es, gerade in diesem Zusammenhang, nie aufzuhören, uns glücklich darüber zu schätzen, in einem der freiesten und deshalb reichhaltigsten Medienmärkten der Welt arbeiten zu können. „Die Verantwortung von uns Verlagen ist es, mit unserem freien, unabhängigen und marktwirtschaftlich finanzierten Journalismus die Freiheit und Vielfalt der Meinungen in unserer pluralistischen Demokratie zu sichern“, betonte Welte. Als journalistischer Teil der Medienindustrie seien die Medien der wertegebundene Gegenentwurf zu der nicht enden wollenden Flut an manipulativem Content, mit dem die Menschen heute in den sozialen Netzen konfrontiert sind. Trotz aller Schwierigkeiten, bleibt Welte optimistisch. „Ich bin sehr leidenschaftlich im Kampf um die Zukunft unserer wunderbaren Branche.“

Doch trotz allem Zukunftsoptimismus bleibt die Frage, wie sich guter, freier Journalismus tatsächlich marktwirtschaftlich finanzieren ließe. Heute hat sich die Rolle der Verleger dramatisch marginalisiert. Das ist weder neu noch überraschend. „Wir müssen uns neu erfinden“, so Welte. Das heißt, die viel wichtigere Seite der Veränderung betrifft uns: unsere Strukturen, unsere Prozesse, mehr noch: unsere Kultur. Das kann nur erfolgreich sein, wenn „unserer wunderbaren Branche auch in Zukunft ein Weg der Gemeinsamkeit ist“.

Auch Michael Busch, Vorsitzender der Geschäftsführung, Thalia zeigte in seinem Case, wie wichtig Gemeinsamkeit sei. Er empfahl den Verlegern den Sprung über die eigene Eitelkeit, für mehr gemeinsame Erfolge: „Getrennt marschieren, gemeinsam kämpfen.“ In seinem Vortrag beschrieb er wie Tolino als Antwort auf Amazon entstand und wie wichtig es dabei war, Koalitionen zu bilden – auch unter Wettbewerbern. „Es gibt Projekte, die schafft man nicht alleine“, sagt Busch und fügt hinzu: „Unser Asset ist die Fähigkeit unser Netzwerk zu managen, dass Spaß an diesem gemeinsam Projekt hat. Damit wir am Ende des Tages gemeinsam in die gleiche Richtung marschieren.“

Auch Britta Seeger, Vorstandsmitglied der Daimler AG, sieht den Erfolg vor allem in einer Kultur der Zusammenarbeit. „Nicht nur bei Fahrzeugen und Services, auch im Marketing und Vertrieb verschmelzen virtuelle und reale Welt immer mehr. Durch die Digitalisierung ergeben sich für uns faszinierende, neue Möglichkeiten bei der Kundenansprache“, so Britta Seeger, Vorstandsmitglied der Daimler AG, verantwortlich für Mercedes-Benz Cars Vertrieb. „Damit wir als Team die hohe Geschwindigkeit und Innovationskraft fördern, definieren wir beispielsweise mit unserer Initiative Leadership 2020 unsere Kultur der Zusammenarbeit und Führung neu.“

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