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Erfolgsformel für Medienhäuser im Digitalzeitalter: Dort sein, wo der Kunde ist

Pressemeldung

Erster Tag des Digital Innovators’ Summit mit Top-Rednern, Digital Experts und Best Practices aus der internationalen Medienwirtschaft

Mike Hewitt eröffnet den Digital Innovators' Summit 2016 (© Ole Bader)

Kuratierter und personalisierter Content und ein starker Kundenfokus lösen zunehmend die plattform- und markengetriebenen Geschäftsmodelle der Medienhäuser ab. Noch nie stand der Kunde derartig im Mittelpunkt und die Publisher nutzen ihre Chance, als Inhalteproduzenten diese Beziehung auf allen Kanälen – online, mobile und digital – zu gestalten. Dies ist ein Fazit des ersten Kongresstages des Digital Innovators’ Summit, der heute in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom stattfindet.

Der heutige Vormittag startete mit den Keynotes internationaler Top-Redner: Duncan Edwards, CEO  Hearst Magazines, Steve Newbold, MD Centaur Media, und Torry Pedersen, VG.no and senior member of Schibsted.

Am Anfang stehe der Content, so Duncan Edwards in seiner Rede, allerdings habe sein Haus in den letzten zehn Jahren einen Paradigmenwechsel vollzogen: Von klassischen Inhalten, die für die Suche optimiert wurden, hin zu Content, der mit hoher Taktzahl und Geschwindigkeit auf allen Kanälen optimal rezipiert werden kann. Auch die Distribution folge neuen Regeln: Rund 20 Prozent des Hearst-Contents werde unter den unterschiedlichen Titeln geteilt; die Editors können ermitteln, wie die Inhalte bei den Lesern performen und entsprechend syndizieren. Auch neuere Social Media wie zum Beispiel Snapchat hätten sich als hervorragende Kanäle etabliert – damit dies gelinge seien starke Magazin-Marken ein äußerst wichtiges Asset, um in neuen Geschäftsfeldern erfolgreich zu sein. Für den Unternehmenserfolg sei außerdem entscheidend, dass Technologie, Produkt, Content, Data, Advertising und die Distribution nicht von einander isoliert seien.

Den Kunden in den Mittelpunkt stellen – so lautet das Erfolgsrezept von Centaur Media, dass Steve Newbold vorstellte. Er berichtete, wie es dem klassischen B2B-Publisher gelang, sich vom Geschäftsmodell in erster Linie werbegetriebener Fachmagazine und kostenloser Veranstaltungen zu verabschieden. Nach einer starken Veränderung in der Unternehmenskultur entwickelte sich Centaur Media zu einem Medienhaus mit Multimedia-Content und neuen, tiefer gehenden Informationen. Welche konkreten Bedürfnisse hat der Kunde und wie können wir diese befriedigen war dabei eine zentrale Frage. Mit scharf eingegrenzten Zielgruppen und einem großen Investment in die Produktentwicklung gelang es dem Unternehmen, sich für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg zu positionieren. Auch wenn nur noch 30 Prozent der Umsätze mit Print erwirtschaftet würden, behalte das klassische Medienformat weiterhin seine Berechtigung: Eine Marke sei in Media stärkter mit Ankern im Print; auch wenn dies für sein Haus kein großer Umsatzbringer sei, zahle Print in die Glaubwürdigkeit ein.

Torry Pedersen zeichnete die Erfolgsgeschichte Schibsted’s nach, das sich von einem nationalen Tageszeitungsverlag zu einem internationalen Medienhaus weiterentwickelt habe. "Disrupt yourself!" rief er den 600 Teilnehmern zu, um direkt eine Anschlussempfehlung zu geben: Im Unternehmen dürfe nicht das klassische Verlagsgeschäft die Oberhand behalten, da dies zu sehr die Innovationsgeschwindigkeit verlangsame. Auf den sich verändernden Wettbewerb mit anderen digitalen Playern müsse mit einer beschleunigten Technologisierung der Medienhäuser geantwortet werden. Dabei sei Big Data ein Schlüssel zum Erfolg und eine innovative Herangehensweise an das Thema Content: Neue Themen müssten in Echtzeit ermittelt und zu usergerechten, engagierten Geschichten weiterentwickelt werden. Dieser Content müsse im Anschluss so kuratiert werden, dass die Leser auf dem richtigen Weg, zur richtigen Zeit und am richtigen Ort erreicht würden. Im Audience Development werden dann abschließend die Reichweite, die Bedeutung und der Mehrwert maximiert.

Am diesjährigen Digital Innovators’s Summit nehmen 600 Gäste aus 34 Nationen teil. 50 internationale Top-Redner garantieren einen spannenden Themenmix zur aktuellen Agenda der digitalen Medienwelt. Die Verleger, Gründer, Journalisten, Venture Capitalists und Unternehmensvertreter erwarten auch in diesem Jahr zahlreiche Neuerungen.

Durch drei parallele Tracks auf verschiedenen Bühnen gibt es beim diesjährigen DIS so viele unterschiedliche Session-Formate wie nie zuvor: Die Panels, Fireside-chats und Deep-dives geben viele nutzwertige Impulse zu den Innovationen der Branche; die so genannten Deep-dives bieten den unterschiedlichen Teilnehmern aus modernen Medienhäusern, kreativen Startups und von digitalen Playern unvergleichliche Einblicke und  schaffen durch die thematische Tiefe einen besonderen Mehrwert.

Der heutige Abend steht ganz im Zeichen der Social Events: Mit Pub Crawl und Nightcap wird auch der diesjährige DIS einmal mehr zum Networking Hub der Digital Experts aus den Medienhäusern.

Aktuelle Informationen zum Kongress gibt es auf Facebook, Twitter (#DISummit) und unter www.innovators-summit.com

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