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ANZEIGE Blogfabrik | „Es braucht mutige, gut informierte und ausgebildete Menschen!“

Nachrichten What's Next Publishers Summit

Interview mit Blogfabrik-Geschäftsführer Volker Zanetti und -Redakteur Paul Fenski über ihr Engagement für das neue VDZ-Projekt „What’s next?! – Das junge Kreativlabor“.

Coworking-Space der Blogfabrik (Foto: Christoph Neumann)

Coworking-Space der Blogfabrik (Foto: Christoph Neumann)

Blogfabrik Redakteur Paul Fenski und Kollegin Marlén Jacobshagen (Foto: Jule Müller)

Das Sponsoring der Blogfabrik des neuen VDZ Projekts „What’s next?! – Das junge Kreativlabor“ ist eine Kooperation mit der MELO Group und Media Carrier

Blogfabrik

VDZ: Blogfabrik verfolgt als Coworking Space und Think-Tank ein innovatives Geschäftsmodell. Was genau kann man sich darunter vorstellen, wieviel „Blog“ und wie viel „Fabrik“ steckt dahinter?

Volker Zanetti: Vor drei Jahren haben wir uns mit den Blogger-Größen Berlins zusammengesetzt und überlegt, wie man, neben dem Internet, auch eine physische Heimat für Content Creators schaffen könnte. Daraus ist die Blogfabrik entstanden. Ein Ort, an dem spannende Projekte durch kollaborative Zusammenarbeit innovativ umgesetzt werden. Zwar steht auch bei unseren Projekten am Ende des Zusammenwirkens ein Produkt, also wie in einer Fabrik, doch einer Massenproduktion am laufenden Bande könnten wir nicht ferner liegen. Wir investieren Herzblut in die Projekte, die wir realisieren. Und das sind inzwischen nicht mehr nur Blogs, sondern auch ganze Marketingkonzepte, Websites, Workshops und, und, und. Das „Fabrik“ in Blogfabrik ist somit vielmehr eine Anspielung auf das Gebäudeäußere unseres Coworking-Spaces in Berlin Kreuzberg. 

VDZ: Fotografen, Blogger und Content Creators zahlen die Miete in Ihrem Think-Tank nur mit eigenen Inhalten. Was für eine Mitarbeiterphilosophie verfolgen Sie?

Volker Zanetti: In der Blogfabrik haben wir die Community, die hier täglich an gemeinsamen und auch eigenen Projekten arbeitet, und die Agentur, die zusammen mit der Community Aufträge realisiert. Von Beginn an war unser Ziel, Content Creator zu unterstützen. Dabei ging es nicht darum, ihnen bei ihrer täglichen Arbeit zu helfen. Im Gegenteil: Unsere Community besteht zu 100 % aus absoluten Experten auf ihrem Gebiet. Deshalb müssen sich potentielle Mitglieder auch erst bewerben und können nicht einfach so beitreten. Vielmehr geht es bei der Blogfabrik darum, der Community, also unseren sogenannten Content Creators, ein Umfeld zu bieten, in dem sie gut und gerne arbeiten können, indem sie Aufträge bekommen und davon gut leben können.

VDZ: Sie sind Sponsor des Projekts „What’s next“, im Rahmen des Publishers' Summit. Was hat Sie davon überzeugt, die Initiative des VDZ zu fördern?

Paul Fenski: Die „What’s next“-Kampagne des VDZ nimmt sich proaktiv den disruptiven Effekten der Digitalisierung an. Das finden wir unterstützenswert! Die Entwicklungen, die vor allem unsere Blogger der ersten Stunde schon sehr früh erkannt haben, werden sich nicht mehr umkehren. Da braucht es mutige, gut informierte und ausgebildete Menschen, die die Entwicklungen mitgestalten können. 

Volker Zanetti: Hinzu kommt, dass wir uns inzwischen als Fortbildungs- und Entwicklungszentrum begreifen. Einfach, weil wir bei uns in der Blogfabrik so viel Know-How versammelt haben, so viele digitale Kompetenzen, dass wir es als unsere Pflicht sehen, dieses Wissen weiterzugeben. Deshalb haben wir die Blogfabrik Akademie gegründet und veranstalten zudem jährlich die Content Creation Week.  Wir wollen damit allen Interessierten in Hands-On-Workshops die Möglichkeit geben, an der digitalen Transformation in der Medienbranche mitzuwirken. Denn es ergeben sich auch unendliche viele Chancen aus dem Wandel. Auch darum fördern wir die Initiative des VDZ.

VDZ: „Whats next“ soll, in Zusammenarbeit mit jungen Mitarbeitern, die Zukunft der Medienbranche definieren. Wie könnte diese aussehen und was macht die Weiterentwicklung der Branche so wichtig?

Paul Fenski: Frühere Umbrüche in der Medienbranche verliefen im Vergleich zum Jetzigen allmählich. Auch wenn die Erfindung des Radios oder des Fernsehens revolutionär waren und die Medienlandschaft nachhaltig veränderten, so ist doch nichts mit dem tiefgreifenden und vielschichtigen Wandel vergleichbar, der sich mit dem Internet vollzieht. Heute sind Blogger oft ihre eigenen Schreiber, Verleger, Marketer, Grafikdesigner, Distributoren und Programmierer. Und auch die Geschwindigkeit dieses Wandels ist unvergleichlich. Die Arbeitsabläufe haben sich dadurch völlig verändert. Ich glaube, dass Printprodukte langfristig kein alltägliches Konsumprodukt mehr sein können, sondern zu einem Premium- oder Nischensegment werden. Die Branche muss sich dementsprechend anpassen und neu orientieren, darf sich den neuesten technologischen Innovationen aber auch nicht unterwerfen. Wichtig ist, sie frühestmöglich zu kennen und nutzen zu wissen, da sich dann auch die größten Gestaltungsspielräume ergeben. 

VDZ: Wie würde ein Verlag nach den Vorstellungen junger Menschen aussehen?

Paul Fenski: Viele von uns haben sich sehr an das kollaborative Arbeiten gewöhnt und können dadurch auch viel schneller auf externe Einflüsse reagieren, als es in hierarchisierten Strukturen möglich wäre. Das agile Arbeiten, welches viele Unternehmen gerade versuchen, in ihre Prozesse zu integrieren, das ist für uns völlig normal. Deshalb fremdeln wir schnell mit den Top-Down Prozessen vieler Verlage. Ich glaube, dass ein Verlag nach den Vorstellungen junger Menschen deshalb als Partner auftreten sollte und Hilfestellung leistet, wo nötig. Und gut bezahlt. 

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