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4,5 Millionen Studenten zum Lesen gebracht

Startseite Erstellt von jetzt Ulrike

Zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes gratuliert der VDZ Verband Deutscher Zeitschriftenverleger dem Verleger Hans Werner Lindgens sehr herzlich. Es ist sein Verdienst, dass Generationen von Studenten im gesamten deutschsprachigen Raum den Weg zu den Printmedien gefunden haben.

Der Bundespräsident hat den Heidelberger Medienunternehmer Hans-Werner Lindgens (60) mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Lindgens wurde damit insbesondere für sein wirtschaftliches und soziales Engagement als Unternehmer geehrt. Sein 1969 gegründetes Unternehmen STUDENTEN-PRESSE Pressevertriebs GmbH, sowie die Tochtergesellschaften in Wien und Zürich, boten als erste Unternehmen im deutschsprachigen Raum Abonnements zum speziell für Studierende ermäßigten Preis an.
 
Nach Übergabe der Auszeichnung durch den Ersten Bürgermeister der Stadt Heidelberg, Bernd Stadel, würdigte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), Wolfgang Fürstner, Lindgens als jemanden, der aus seiner Leidenschaft zur Qualitätspresse einen Beruf gemacht und den Verlagen im gesamten deutschsprachigen Raum mit bisher rund 4,5 Millionen Abonnenten eine neue Zielgruppe erschlossen habe. Er habe seine Firmengruppe zu einem respektablen mittelständischen Unternehmen entwickelt. Es sei nicht selbstverständlich gewesen, so Fürstner weiter, dass ein preisgebundenes Produkt einen Sonderpreis für Studierende haben durfte. Er habe es geschafft, Generationen von Studenten an die seriöse Zeitschriften- und Zeitungspresse heranzuführen. Somit war Lindgens’ Zusammenarbeit mit den Verlagen durchaus wegweisend für die Branche.

In seinen Dankesworten sah Lindgens einen Zusammenhang zwischen dem Lesekonsum von Printmedien und Stuttgart 21. Die Eskalation mit Beginn des Abrisses von Teilen des Stuttgarter Hauptbahnhofs nach einem seit 1994/95 laufenden und in allen zuständigen Gremien oftmals einstimmig einhergehenden Entscheidungsprozessen, habe nicht ganz zufällig mit der zeitlich parallelen Entwicklung digitaler Medien und dem sich hieraus ergebenden eher oberflächlichen Nachrichtenkonsum der Bevölkerung, insbesondere junger Menschen, zu tun. Erst als Bahnhofsteile und Bäume fielen, habe eine in Baden-Württemberg nie da gewesene Emotionalisierung begonnen. Durch den zunehmenden Konsum von digitalen Medien wären große Teile der Bevölkerung uninformiert geblieben, weil sie nicht nach den entsprechenden Themen bewusst gesucht hätten.

Das gedruckte Wort sei für unsere Demokratie unverzichtbar – nicht zuletzt durch die Glaubwürdigkeit von Zeitungen und Zeitschriften, die diese vermitteln. Jedoch nicht nur für die Demokratie, auch für die Verlagsbranche und deren Zukunft, sei die Erhaltung und Wertschätzung von Printmedien unerlässlich.

 

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