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15.01.1929 Der „Reichsverband Deutscher Zeitschriften-Verleger e.V.“ gründet sich im Sitzungssaal der Industrie- und Handelskammer Berlin als Zusammenschluss aus
1. dem Reichsverband Deutscher Fachzeitschriftenverleger, Berlin (gegr. 1892) 2. dem Verein Deutscher Zeitschriftenverleger, Leipzig (gegr. 1907) 3. aus Vertretern wissenschaftlicher Zeitschriftenverlage.
Zum Ersten Vorsitzenden wird Erich Greiffenhagen (Handelsrichter, Berlin) bestimmt, zu seinem Stellvertreter Horst Weber (Hofrat, Leipzig). Verbandssitz wird Berlin W 3, Potsdamer Straße 13.
1930 Die erste Tagung des Reichsverbandes Deutscher Zeitschriften-Verleger steht unter dem Motto „Dienst an der Wirtschaft“. Ein Diskussionsabend, an dem auch Vertreter großer Industriebetriebe teilnehmen, befasst sich mit den „Beziehungen zwischen Inserent und Zeitschrift“.
1931 Den Verband beschäftigen wachsende Einschränkungen der Kulturetats in Reich, Ländern und Gemeinden, die zur Verringerung des Bezugs von Zeitschriften führen.
1931 Zusammen mit dem Verband der Deutschen Industrie werden „Richtlinien für die Behandlung von Zeitschriftenfragen“ erarbeitet: Darin u.a. feste Anzeigentarife und Rabattsätze, Trennung von „Schriftleitung und Anzeigenwerbung“, Angaben über Leserkreis und Auflagen.
1931 Gemeinsam mit dem „Reichsverband der deutschen Presse" (Journalistenvereinigung) gründet der Reichsverband der Deutschen Zeitschriften-Verleger einen „Reichsausschuss der Deutschen Zeitschriften“. Zweck ist die „Bearbeitung gemeinsamer Fragender Verleger und Redakteure“. Die Geschäfte führen Dr. Dietze und Dipl.-Ing. Wiener.
1932 Der Verband befasst sich mit hohen Postzeitungs- und Drucksachengebühren.
1932 Errichtung einer Treuhandstelle beim Reichsverband Deutscher Zeitschriften-Verleger. Sie wird für die Mitglieder bei Beteiligungen, Kauf und Verkauf oder Vergleichen tätig.
1932 Der Verband erreicht, dass nun auch Zeitschriften zu außerordentlichen Pressekonferenzen der Reichsregierung zugelassen werden.
10.11.1932 Zwei Jubiläen werden im Haus der Deutschen Presse in Berlin gefeiert: 40 Jahre Verband der Fachpresse und 25 Jahre Verein Deutscher Zeitschriftenverleger.
1933 Die Geschäftsstelle des Verbandes zieht in die Potsdamer Straße 121d. Gemeinsame Adresse mit der Berliner Zweigstelle des Börsenvereins, den Vereinigungen der Kunstverleger und Kunsthändler.
09.05.1933 Erste Hauptversammlung des Reichsverbandes nach der Machtübernahme der Nationalsozillisten. Willi Bischoff vom Brunnen-Verlag, Berlin, wird neuer Verbandsleiter. Ansprachevon Goebbels: Zeitschriften als Teil der „nationalen Erhebung“.
1933 Die Zeitschriftenverleger müssen sich bis zum 15. Dezember in die Reichspressekammer eingliedern (Reichskulturkammergesetz).
1934 Die Hauptversammlung des Reichsverband der Deutschen Zeitschriftenverleger beschließt eine neue Satzung. Nun gilt das Führerprinzip, d.h. der Vorsitzende („Führer“ des Verbandes) wählt sich seinen Stellvertreter und seine Kollegen im „Führerrat“ und bestimmt eigenständig sämtliche Gruppenleiter und Funktionsträger im Verband. Für Verleger wird die Mitgliedschaft verpflichtend.
1935 Der Verband vertritt 3000 Zeitschriftenverlage mit 4500 bis 5000 Zeitschriften. Der Verband ist verpflichtet, alle Verleger einzubinden und das Arierprinzip durchzusetzen (Abstammung bis 1800 ist nachzuweisen).
1938 Der Reichsverband der Zeitschriftenverleger umfaßt 6 Fachobergruppen:
1. Fachzeitschriften 2. Illustrierte und Unterhaltungszeitschriften 3. Wissenschaftliche Zeitschriften 4. Politische und standespolitische Zeitschriften 5. Exportzeitschriften 6. Zeitschriften mit beaufsichtigter Abonnentenversicherung.
Jede Obergruppe war in diverse - insgesamt 30 - Untergruppen gegliedert. Regional existierten 16 Landesgruppen. Die 2240 Mitglieder gaben 4237 Zeitschriften heraus.
15.03.1939 Anordnung des Präsidenten der Reichspressekammer: verlegerische Planungen werden anmeldepflichtig, insbesondere Neugründung, Titeländerung, Zusammenlegung, Änderung der Erscheinungshäufigkeit.
1946 Gründung erster Landesverbände der Zeitschriftenverleger in der britischen Besatzungszone.
27.09.1949 „Verband Deutscher Zeitschriftenverleger“ in München gegründet als Zusammenschluss von fünf Landesverbänden.
1. Vorsitzender Gisbert Hennessen. GF: Norbert Meyer-Ibold.
Zuerst zwei Fachgruppen 1. Allgemeine Zeitschriften 2. Fachzeitschriften. Verbandssitz ist zunächst Düsseldorf.
1951 Stand der deutschen Fachzeitschriften auf der Internationalen Industriemesse in Kopenhagen.
1951 Vereinigung der Berliner Zeitschriftenverleger schließt sich dem VDZ an.
1951 Sitz des VDZ ist Frankfurt, Großer Hirschgraben 26. HGF: Joachim Viedebantt.
1951 „Die Zeitschrift“ erscheint als Fachorgan des VDZ im Verlag Richard Pflaum, München (bis 1953).
1951 Die Fachgruppe Fachzeitschriften beschließt Gattungswerbung.
1952 Hans Albert Kluthe, Frankfurt, wird zum neuen 1. Vorsitzenden des VDZ gewählt.
1953 Erstmals nimmt wieder eine deutsche Delegation an einer Tagung der „Fédération Internationale de la Presse Périodique“ (FIPP) in Brüssel teil.
1953 Bildung der dritten Fachgruppe im VDZ „Religiöse Zeitschriften“.
1954 „Zeitungsverlag“, das Mitteilungsblatt des BDZV wird zum gemeinsamen Mitteilungsblatt von BDZV und VDZ „Zeitungsverlag und Zeitschriftenverlag“ (ZV+ZV) erweitert (erscheint bis 1985).
1957 Gründung der "Selbstkontrolle der Illustrierten". Dieser Arbeitskreis besteht aus Verlegern und Chefredakteuren der angeschlossenen Illustrierten. Der Beirat ist aus Vertretern der Konfessionen, der Familienorganisationen und der Jugendpflege zusammengesetzt.
1957 Mitgliedschaft des VDZ im ein Jahr zuvor gegründeten Deutschen Presserat.
1958 Der Hauptausschuß des VDZ erweitert das Präsidium um einen dritten Vizepräsidenten.
1959 Einspruch des VDZ gegen Wettbewerbsregeln sowie die Verkehrs- und Verkaufsordnung des Börsenvereins. Keine Kompetenz des Börsenvereins hinsichtlich der Fachpresse.
1959 Hauptausschuss des VDZ spricht sich gegen die Pläne der Bundesregierung aus, das zweite Fernsehprogramm privaten Veranstaltern zu übertragen.
1961 Protest bei den Ministerpräsidenten der Länder, weil der Verband keinen Sitz im Fernsehrat des ZDF erhält.
1965 Der Arbeitskreis Media-Informationen Fachzeitschriften (AMF) wird gegründet. Ziel ist es, Richtlinien für vergleichbare und genormte Media-Informationen für Fachzeitschriften zu entwickeln.
1966 Das neue Urheberrecht tritt in Kraft, an dessen Zustandekommen der VDZ mit den übrigen Verlegerverbänden maßgeblich beteiligt war.
1967 WBZ-Verband und VDZ gründen Arbeitsgemeinschaft Abonnentenwerbung (AGA), die Mißstände bei der Abowerbung unterbinden soll / u.a. zentrale Vertreter-Auskunftsdatei, 1971 e.V.
1967 Der Vorstand der Fachgruppe Fachzeitschriften verabschiedet die AMF-Karten 1 und 2 als erste Musterformblätter zur Vereinheitlichung von Media-Unterlagen.
1969 Verlegung der Geschäftsstelle von Frankfurt a.M. nach Bonn.
1969 Aktion Zeitschriftenanzeige des VDZ. Langzeitkampagne, die bis in die 80er Jahre hinein geführt wird.
1970 257 Ämter werden im VDZ von 117 Personen - Verlegern oder leitenden Verlagsangestellten - ehrenamtlich wahrgenommen. Der Verband wandelt sich zum Dienstleister für Verlage z.B. Kommission Pressemarkt, Arbeitsgruppe Zeitschriftenanzeige, EDV-Kommission.
1971 Nach dem Tode von Hans Albert Kluthe Ende 1970 und einer Übergangspräsidentschaft von Dr. Banaschewski wird Alfred Strothe zum neuen VDZ-Präsidenten gewählt.
1971 Der VDZ übernimmt die Funktion eines Arbeitgeberverbandes. Die Satzung wird entsprechend erweitert: „Zu den Aufgaben des Verbandes gehören auch die Führung von Verhandlungen in sozialrechtlichen Angelegenheiten und der Abschluß von Tarifverträgen (...)“.
1976 Gründung des ZIS, Zeitschriften-Informations-Service, der Fachpresse: Erste Fachzeitschriften-Ausstellung auf der Frankfurter Buchmesse. In den nächsten Jahrzehnten beteiligt sich der ZIS zunehmend an ausländischen Messen.
1979 Dr. Paul Girardet wird neuer VDZ-Präsident.
1981 Das Berufsbild Verlagskaufmann/Verlagskauffrau wird mit zwei Ausbildungsschwerpunkten erlassen: Zeitungs- und Zeitschriftenverlag (A) und Buchverlag (B). Der VDZ entwickelt und veröffentlicht gemeinsam mit anderen Verlegerverbänden einen „Leitfaden“ für die ausbildenden Verlage.
1983 Verleger zeigen sich zum Engagement im privaten Rundfunk bereit, fordern von der Politik aber Planungssicherheit.
1983 Heiko Klinge wird neuer VDZ-Präsident.
1987 Dr. Werner Hippe wird zum VDZ-Präsidenten gewählt
1988 Der VDZ ist Gründungsmitglied der Stiftung Lesen.
1990 Der Verband berät und unterstützt die Zeitschriftenverlage in den neuen Bundesländern beim Übergang zur Marktwirtschaft.
1992 Der Verband der Zeitschriftenverlage in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen e.V. wird Mitglied im VDZ.
1992 Die Fachzeitschriften-Gruppierungen der beiden Mutterverbände VDZ (Fachgruppe Fachzeitschriften) und Börsenverein (AGZV) schließen sich zur Deutschen Fachpresse zusammen. Sie vereinbaren, die Aktivitäten beider Gruppen künftig nur noch gemeinsam durchzuführen und die Kräfte zum Wohl der Branche zu bündeln.
1992 Der „Preis der Deutschen Fachpresse“ wird begründet, um den kreativen Leistungsstand bei der Gestaltung von Fachwerbung zu vermitteln. 1993 wird der Preis erstmals vergeben. Die Jury-Mitglieder werden jeweils für drei Jahre berufen.
1994 Auf Initiative des VDZ wird mit der Post die Einführung der Sendungsart „Pressesendung“ vereinbart.
1994 Die Kommission „Elektronisches Publizieren“ konstitutiert sich. Als erster Presseverband stellt die Fachpresse Informationen zum Verband und zur Branche online. Sie sind über Datex J/BTX abrufbar.
1995 Die Deutsche Fachpresse legt erstmals ihr Jahrbuch über die Fachpresse in Deutschland vor.
1996 Als erste Mediengattung bieten die Zeitschriften mit „PZ-online“ einen gemeinsamen Media-Service im Internet an.
1997 Dr. Hubert Burda wird zum neuen VDZ-Präsidenten gewählt.
2000 Umzug des VDZ von Bonn nach Berlin in das „Haus der Presse“, Markgrafenstrasse 15.
2002 Verstärkung des Anzeigenmarketings durch die Fachkampagne „Print wirkt“
2002 Auf Einladung des VDZ, der Deutschen Fachpresse und des Weltverbandes der Zeitschriftenverleger FIPP treffen sich Fachverleger aus aller Welt auf der International B2B-Conference in München. Mit Russland startet der VDZ seine organisierten Verlegerreisen in potentielle Wachstumsmärkte.
2003 Der VDZ vereinbart Rahmenverträge für seine Mitglieder. Erstes VDZ Crossmedia Forumin Düsseldorf.
2004 2. VDZ Verlegerreise nach China. Der VDZ unterstützt das Projekt „Zeitschriften in die Schulen“ der Stiftung Lesen und des Presse Grosso. Die VDZ-Wettbewerbsregeln zum Abomarketing werden vom Bundeskartellamt genehmigt. In einer gemeinsamen Erklärung bekennen sich Verlage und Grossisten zum bewährten Grosso-Vertriebssystem. Die VDZ Zeitschriften Akademie startet das Qualifizierungszertifikat „Expert of Advertising Business“.
2005 3. VDZ-Verlegerreise nach Indien. Erstes Forum Werbewirkung mit 300 Teilnehmern in Frankfurt. Die Konfessionelle Presse feiert 50-jähriges Jubiläum und vergibt erstmals einmit 5.000 Euro dotiertes Recherchestipendium. Die VDZ Zeitschriften Akademie startet die Qualifizierungsreihe „Experte im Pressevertrieb“. Der Online-Werbemarkt überholt die Außenwerbung.
2006 Das Online-Buchungssystem (OBS) für Anzeigen geht erfolgreich an den Start. 2. Forum Werbewirkung mit über 300 Teilnehmern in Frankfurt. Neuordnung des Berufsbildes Medienkaufmann/-frau Digital und Print (vorher: Verlagskaufmann/-frau).
2007 Erster internationaler Digitalisierungskongress „Magazine Media 2.0“ in Hannover. Zweite „Online Publishers´ Tour“ nach New York und San Fransisco. VDZ startet Einführung eines einheitlichen Internet-Portals für Anzeigendruckunterlagen mit Unterstützung des GWA. VDZ und kress veröffentlichen Verzeichnis für Mediendienstleister. Erfolgreicher Start für die Journalistenfortbildung der VDZ Zeitschriften Akademie. Relaunch von „Print&more“ und der Homepage www.vdz.de |
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