Prof. Dr. Hubert Burda

Verleger Hubert Burda ist geschäftsführender Komplementär der Hubert Burda Media Holding. Unter seiner verlegerischen Regie gelang dem Konzern mit dem Nachrichtenmagazin "Focus" eine der erfolgreichsten Zeitschrifteneinführungen in der Geschichte der deutschen Publizistik, heute ist Burda der bedeutendste deutsche Magazinverlag. Früher als andere deutsche Verlage öffnete sich Hubert Burda Media dem Markt der digitalen Medien: Der Konzern hält Beteiligungen an Digitalunternehmen und ist damit eines der führenden digitalen Medienhäuser Europas. Das Auslandsgeschäft wächst insgesamt dynamisch, zudem gehört Burda Druck zu den großen Druckunternehmen Europas.

Hubert Burda ist seit Juni 1997 Präsident des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und gründete 1991 den European Publishers Council (EPC). Im VDZ, im EPC, in der European Magazine Media Association (EMMA) und in der International Federation of Periodical Press (FIPP) tritt Hubert Burda auf nationaler und internationaler Ebene für die Interessen der Verleger ein. Hervorzuheben sind sein Einsatz für den Schutz der Presse- und Werbefreiheit sowie sein Engagement für faire Rahmenbedingungen in der digitalisierten Medienwelt.

Er vergibt den Petrarca-Preis für europäische Literatur und gründete die Hubert Burda Stiftung, um den interdisziplinären Austausch über Zukunftsthemen voranzutreiben. Zur Würdigung ehrenamtlichen Engagements in Offenburg und in der Ortenau stiftet Hubert Burda den Senator-Ehrenamtspreis. Gemeinsam mit der Stadt Offenburg verleiht er den Europäischen Übersetzerpreis.

Für seine verlegerischen und unternehmerischen Leistungen ist Hubert Burda mit zahlreichen Preisen geehrt worden. Im Jahr 2000 verlieh ihm der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg den Professorentitel. Für seine Verdienste im Medienwesen erhielt er im April 2007 die Jakob-Fugger-Medaille. Im Oktober 2008 zeichnete Bundespräsident Horst Köhler ihn mit dem Bundesverdienstkreuz aus. Im November 2009 verlieh ihm die Medizinische Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München die Ehrendoktorwürde. Für seine Förderung des europäischen Kompetenzzentrums für Jüdische Studien in Heidelberg wurde Hubert Burda 2011 zum Ehrensenator der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg ernannt. 2012 wurde ihm für seine Verdienste um die Völkerverständigung die Eucor-Medaille verliehen. Im gleichen Jahr wurde er zum Offizier der französischen Ehrenlegion ernannt. 2013 erhielt er den Verständigungspreis des Jüdischen Museums Berlin.

Hubert Burda ist Autor mehrerer Bücher. Zuletzt erschien im Petrarca Verlag "Notizen zur Digitalen Revolution 1990-2015".

Hubert Burda wurde am 9. Februar 1940 in Heidelberg geboren. Er studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Soziologie und wurde 1966 zum Dr. phil. promoviert.