13.02.2009
Verleger kritisieren: Geplantes Gesetz verbaut Weg zu neuen Abonnenten
Regierungsvorschlag zum Bundesdatenschutz bedroht bis zu 20 Prozent der Abonnement-Auflage
Der VDZ Verband Deutscher Zeitschriftenverleger und der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) haben heute in Berlin die vom Bundesrat verabschiedete Stellungnahme zur geplanten Änderung des Bundesdatenschutzgesetzes scharf kritisiert. Es sei unverständlich, dass der Bundesrat der Abschaffung des so genannten Listenprivilegs nicht entgegen getreten sei. Angesichts der ohnehin schwierigen wirtschaftlichen Situation träfen die Einschränkungen bei der Gewinnung neuer Abonnenten die Verlage hart und drohten in der Folge, die Pressevielfalt in Deutschland zu gefährden.
Bislang ermöglicht es das Listenprivileg den Verlagen, per Brief an potenzielle neue Leser heranzutreten und so dem steten Rückgang von Abonnenten entgegenzuwirken. Die Verlegerverbände betonten, dass jeglicher Datenmissbrauch von ihnen strikt abgelehnt werde. Die jüngst aufgetretenen Datenschutzskandale seien jedoch nicht durch das Listenprivileg verursacht worden, durch dessen Abschaffung solche Vorfälle auch künftig nicht verhindert würden.
Vor diesem Hintergrund appellierten VDZ und BDZV an die Mitglieder des Deutschen Bundestags, die Datenschutznovelle nicht in der vorliegenden Form zu verabschieden, so wie es auch der Wirtschaftsausschuss des Bundesrats empfohlen hatte.
Schreiben Sie uns einen Kommentar!
Wenn Sie sich zu dieser Nachricht äußern möchten, tragen Sie bitte Ihren
Namen oder einen Nickname und Ihre E-Mail-Adresse in das untenstehende
Formular ein. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Ihr Kommentar erst
nach redaktioneller Prüfung unter dieser Meldung für andere Nutzer freigegeben
wird. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
|