20.01.2016

Manfred Braun ist "Medienmann des Jahres 2015"

Manfred Braun, Geschäftsführer der Funke Mediengruppe und Vorsitzender des Fachverbandes Publikumszeitschriften im VDZ (© Ralf Rottmann)

Manfred Braun, Geschäftsführer der Funke Mediengruppe und Vorsitzender des Fachverbandes Publikumszeitschriften im VDZ, ist der diesjährige Preisträger des HORIZONT Awards "Medienmann des Jahres 2015". Er wird am Abend in Frankfurt ausgezeichnet.

Die Jury würdigt damit "die Konsequenz, mit der Manfred Braun als Geschäftsführer die Funke Mediengruppe weiterentwickelt hat. Der große Regionalverlag hat sich zu einem der führenden nationalen Medienhäuser entwickelt. Manfred Braun ist seit Jahren zugleich einer der wichtigsten Taktgeber der gesamten Branche.", so die Begründung der HORIZONT-Jury.

Zu dieser Auszeichnung gratulieren wir ihm herzlich und danken an dieser Stelle auch für sein Wirken für die ganze Branche!

Lesen Sie hier seine Gedanken zur Zeitschriftenbranche aus dem FUTURUM-Magazin 2015:


Marktnähe und Produktbesessenheit - Manfred Braun über die kontinuierliche Verjüngung der Zeitschriften-Community

Allen Unkenrufen zum Trotz: Zeitschriften sind quicklebendig. Über alle Kanäle betrachtet, haben noch nie so viele Menschen Zeitschriften genutzt. Die Gesamtreichweite von Zeitschriften steigt seit Jahren: heute lesen neun von zehn der über 14-jährigen Zeitschriften-Printtitel. Ungefähr 75 Prozent der Gesamtbevölkerung greift auf unsere digitalen Angebote zurück. Und Zeitschriften-Apps erfreuen sich enormer und wachsender Beliebtheit, über die Hälfte der Unique Mobile User nutzen sie.

Den Wandel erfolgreich annehmen
Wie passt das mit der viel beschworenen und besungenen Krise der Medien zusammen? Die Zeitschriftenbranche hat eindrucksvoll bewiesen, dass Digitalisierung und veränderte Lesegewohnheiten nicht als unvermeidliche und kaum zu beeinflussende Schicksalsschläge hingenommen werden müssen. Gewiss, es hat bei manchen Verlagen eine Zeit der Schreckstarre gegeben, in der man nach überaus erfolgreichen Jahrzehnten nicht so genau wusste, was angesichts der neuen Herausforderungen zu tun ist. Dann aber haben die Zeitschriften den Wandel angenommen und sich mehr und mehr sogar an die Spitze der Veränderung gestellt. So konnten sie eine Erfolgsgeschichte schreiben, die viele Beobachter, gerade auch manche den Untergang offensichtlich liebende Medienjournalisten, überrascht hat. Dass es eine Erfolgsgeschichte ist, belegt eine Zahl eindrucksvoll: Jeden Monat geben Leser und Leserinnen in Deutschland rund 270 Millionen Euro für gedruckte Zeitschriften aus – die vielen digitalen Angebote kommen noch hinzu! Das ist ein internationaler Spitzenwert!

Die Interessen in der Gesellschaft spüren – und annehmen
Kern der Erfolgsgeschichte ist die Offenheit für und die Bereitschaft zur konsequenten und kontinuierlichen Erneuerung. Redaktionen, aber natürlich auch Manager und Verleger haben in den letzten Jahren mit innovativer Kraft und Mut zu Investitionen ihre Titel weiterentwickelt und zahlreiche neue Produkte auf den Markt gebracht. Mit Gespür für die Interessen einer sich rasant verändernden Gesellschaft haben sie in hohem Tempo das Titel-Angebot ausdifferenziert und maßgeschneiderte Angebot für spitzere Zielgruppen und immer anspruchsvoller werdenden Zielgruppen entwickelt.

Lebensbejahend und unterhaltend
Hier liegt das Geheimnis des Erfolgs: In der radikalen Marktnähe und in der kontinuierlichen Arbeit an den Produkten. Die genaue Kenntnis der Ansprüche, Erwartungen und Wünsche von Leserinnen und Leser, eine Sensibilität für Trends und Veränderungen und die entsprechende ständige Weiterentwicklung bestehender und Erfindung neuer Titel: All das hat zu einer Erneuerung und kontinuierlichen Modernisierung der Branche geführt. So werden heute schon über 40 Prozent des Zeitschriften-Umsatzes mit Titeln erzielt, die jünger als zehn Jahre sind. Die redaktionelle Qualität, der erfahrbare Nutzwert durch professionelle Service-Angebote, die zielgruppenspezifische Relevanz und zweifellos auch der lebensbejahende und unterhaltende Charakter von Zeitschriften sind die wesentlichen Faktoren. Und natürlich gehört auch dazu, dass vor allem die Publikumszeitschriften ständig die Hand am Puls der Zeit haben. Deshalb können sie wichtige gesellschaftlich und politisch relevante Themen aufgreifen und exklusive und gut recherchierte Geschichten bringen, die gar nicht selten die Agenda der Republik mit beeinflussen.

Vertrieb für tägliche Arbeit immer wichtiger
Die Veränderungen im Zeitschriftenmarkt haben natürlich auch enorme Auswirkungen auf eine tragende Säule unseres Geschäfts, den Vertrieb. Er wird für unsere Arbeit immer wichtiger. Die vielen neuen Titel, die die Verlage in Reaktion auf die zunehmend differenzierter werdenden und vor allem präziser analysierten Interessen der Menschen auf den Markt bringen, führt zu einem ständig wachsenden Druck auf die Verkaufsstellen. Die Einzelhandelsinitiative des Grosso, das für Sortiment und Regal verantwortlich ist, soll den Druck eindämmen. Erfreulicherweise haben die VDZVerlage hier gemeinsam gehandelt, indem sie dem Grosso einen deutlichen Vertrauensvorschuss eingeräumt haben.

Mit dem FUTURUM Vertriebspreis ein sichtbares Zeichen setzen
Natürlich müssen wir auch in Zukunft die Leistungen im Presse-Vertrieb sichtbar machen – insbesondere ihre politischen Leistungen im Sinne der Titel- und damit Meinungsvielfalt und selbstverständlich auch ihren wirtschaftlichen Beitrag. Deshalb freut es mich, dass der VDZ und die VDZ Akademie mit dem FUTURUM Preis auch dieses Jahr ein sichtbares Zeichen setzt: Für den Vertrieb, die hier entstehenden Innovationen und die Köpfe, die sich für eine Optimierung des Vertriebes einsetzen. Verlage und Vertrieb stellen sich dem Wandel. Deshalb haben Zeitschriften Zukunft. Solange es Leserinnen und Leser gibt, die Wert auf hochqualitative journalistische Inhalte legen, haben Zeitschriften ausgezeichnete Perspektiven: Relevante Inhalte, Service und Unterhaltung, Orientierung und Sinn werden immer gefragt sein. //

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