01.10.2014

60 Jahre Fachverband Konfessionelle Presse im VDZ

Im Fachverband Konfessionelle Presse haben sich seit 1954 die in den Mitgliedsverbänden des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger e.V. (VDZ) organisierten konfessionellen Zeitschriftenverleger zusammengeschlossen. Konfessionelle Verlage geben im Wesentlichen Frauen-, Familien- und Jugendzeitschriften sowie Kirchengebiets- und Bistumszeitungen heraus. Derzeit sind im Verband 35 Verlage organisiert.

Insgesamt weisen die Konfessionellen Zeitschriften einen geringeren Umsatz, aber auch eine weitaus geringere Titelanzahl als Publikumszeitschriften und Fachzeitschriften aus. Auch in der Wahl der Vertriebswege und der Art und Weise der Kundenbindung unterscheiden sich die konfessionellen Titel von den anderen Gattungen.

Vor diesem Hintergrund liegen die wesentlichen Aufgaben des Fachverbandes in der Stärkung des Ansehens der Gattung in der Öffentlichkeit und in der Förderung der spezifischen Verlagsinteressen in Wirtschaft und Politik. Weitere Schwerpunkte liegen in der Beratung der Mitglieder in rechtlichen und verlagswirtschaftlichen Fragen sowie in der Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen im Vertriebs- und Anzeigenbereich.

Seit 2005 stiftet der Verband ein jetzt mit 3.000 Euro dotiertes Recherche-Stipendium. Dieses Jahr ist Martin Mehringer der Preisträger. Der 33-jährige freie Journalist aus Wiesbaden reist Roland Decorvet, dem ehemaligen China-Chef des Nahrungsmittelherstellers Nestlé, nach. Der Top-Manager hat seinen gut bezahlten Posten aufgegeben, um sich in den Dienst eines Krankenhausschiffes in Afrika zu stellen. Das Geschehen auf der MS Africa Mercy, dem größten Krankenhausschiff der Welt, zu beschreiben und die Person Roland Decorvet zu portraitieren, wird Inhalt der Reportage werden.

Als ökumenische Interessensvertretung steht der Fachverband mit dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) und dem Katholischen Medienverband (KM.) im ständigen Austausch. Eine große Bedeutung kommt der KONPRESS-Medien eG zu, die für ihre Mitgliedsverlage, die überwiegend auch dem Fachverband Konfessionelle Presse angehören, als Vermarkter von Wochenzeitungen im Anzeigenbereich tätig ist.

Die recht stabile Erlössituation der Konfessionellen Presse darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Titel nicht zuletzt wegen ihrer Leserstruktur mit kontinuierlich sinkenden Auflagen zu kämpfen haben. Der Rückgang liegt jährlich bei etwa 3 Prozent. Dies führt leider zu einem schleichenden Konzentrationsprozess. Konjunkturresistent stellen sich die Anzeigenerlöse dar, wenn sie auch nur gut 10 Prozent der Gesamterlöse ausmachen. Mit der konfessionellen Presse erreichen die Mediaplaner der werbungtreibenden Wirtschaft mit einer hohen Anzeigenkontaktchance eine in der Regel kaufkräftige ältere Leserschaft. Seit Jahren belegen die von KONPRESS vermarkteten Titel Spitzenplätze beim Werbemittelkontakt.

Nach der jüngsten Repräsentativbefragung von TNS Emnid im Auftrag der KONPRESS-Medien eG innerhalb der Bistümer und Landeskirchenbezirke kennen 19 Millionen Menschen in Deutschland die evangelischen und katholischen Kirchen- und Bistumszeitungen. Statistisch betrachtet hat die konfessionelle Presse 3,7 Leser pro Ausgabe.

Lesen Sie hier die Ansprache von Dr. Rudolf Thiemann, Vorsitzender Fachverband Konfessionelle Presse im VDZ.


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