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Jahressteuergesetz verteuert Bildung für die Wirtschaft

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Geplante Umsatzsteuerbefreiung für Seminare und Kongresse führt zum Wegfall des Vorsteuerabzuges der Anbieter / VDZ fordert differenziertes Steuermodell

 

 

Berlin, 3. September 2012 – Der VDZ kritisiert die geplante Verteuerung von Seminaren und Kongressen im Jahressteuergesetz 2013. „Die Änderung, über die hier debattiert wird, schadet der deutschen Wirtschaft“, erklärte Dirk Platte, Justiziar im VDZ, auch stellvertretend für einen großen Teil führender Seminaranbieter*. „Mitarbeiter deutscher Unternehmen werden zukünftig 10 bis 15 Prozent mehr für Weiterbildungsangebote aufwenden müssen als bisher.“ Dies sei Folge der geplanten Neuregelung im Umsatzsteuergesetz. Danach seien zukünftig alle Bildungsangebote ohne Umsatzsteuer anzubieten. Diese auf den ersten Blick für den Verbraucher günstige Regelung entpuppt sich als Kostentreiber für gewerbliche Semi-naranbieter. Ihnen werde dadurch das Recht zum Abzug der Vorsteuer auf die Kosten der Seminare abgeschnitten.

Bisher konnten sich Anbieter bestimmter berufsbildender Leistungen durch ein so genanntes Bescheinigungsverfahren von der Umsatzsteuer befreien lassen. Die übrigen Seminaranbie-ter mussten ihre Leistungen – wie im normalen Wirtschaftsverkehr üblich – mit Mehrwert-steuer abgeben. „Ohne Not schafft der Regierungsentwurf diese Differenzierung ab“, erklärte Platte weiter. „Die Richtlinie, auf die sich die Änderung stützt, geht selbst vom Fortbestand umsatzsteuerbarer Bildungsangebote aus.“ Sie spreche an mehreren Stellen die „der Mehr-wertsteuer unterliegenden gewerblichen Unternehmen“ an.

„Das Gesetz muss korrigiert werden“, forderte Platte, „sonst ist die Wirtschaft der große Ver-lierer – auf Anbieter- wie auf Abnehmerseite.“ Allen Interessen werde gedient, wenn die Um-satzsteuerbefreiung beispielsweise davon abhängig gemacht würde, ob ein Anbieter von Weiterbildungsangeboten sich überwiegend an nicht zum Vorsteuerabzug berechtigte Ab-nehmer richte. „Hierdurch wäre vor allem dem politischen Ziel, Bildung für den Bürger preis-günstig zu halten, Rechnung getragen“, argumentierte der VDZ-Justiziar. „Und auf der ande-ren Seite bliebe es im gewerblichen Bereich bei der Neutralität der Umsatzsteuer auf allen Stufen.“

Ein Ausführliches Gutachten zum Thema können Sie hier herunterladen: 

http://www.vdz.de/fileadmin/vdz_de/user_upload/download/
presse/downloads/Gutachten_Jahressteuergesetz.pdf

Außerdem möchten Wir noch den Handelsblatt-Artikel "Verlage wütend über Seminar-Verteuerungen" empfehlen.

AWA Außenwirtschafts-Akademie GmbH, Münster
AWS Arbeitskreis für Wirtschafts- und Steuerrecht oHG, Oberursel
CONCEPT Heidelberg GmbH, Heidelberg
Deutscher Fachverlag
EUROFORUM Deutschland SE, Düsseldorf
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