21.08.2012

Digitale Zeitschriften sind im Alltag der Leser angekommen

Zweite Konsumentenbefragung des VDZ zur Nutzung digitaler Medien auf dem iPad

Digitale Zeitschriften überzeugen ihre Leser nachhaltig und sind in Teilen der Zielgruppe bereits vollständig in den Alltag integriert. Und das nicht nur als Spielerei, sondern teilweise als Alternative zur gedruckten Ausgabe. Zwei Drittel der Leser nutzen ihre digitalen Zeitschriften bereits mehrmals pro Woche, fast die Hälfte davon sogar täglich oder fast täglich. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse der zweiten Konsumentenbefragung zur Nutzung digitaler Zeitschriften auf dem iPad, des Arbeitskreises ePublishing im Verband Deutscher Zeitschriftenverleger e.V. (VDZ). Die VDZ-Befragung, die gemeinsam mit dem Apple-Vertragshändler Gravis und der Unternehmensberatung Kirchner + Robrecht durchgeführt wurde, ist die Fortsetzung der ersten Trendstudie zur Zeitschriftennutzung auf dem Apple-Tablet.

Die Ergebnisse der Onlinebefragung zeigen:„Die Phase des ersten Herumexperimentierens mit diesem neuen Medium klingt damit langsam aus“, bringt es Alexander von Reibnitz, Ge-schäftsführer Anzeigen & Digitale Medien des VDZ, auf den Punkt. Auch die leicht rückläufi-ge Leserzahl von 64 Prozent (Vorjahr: 67 Prozent) digitaler Zeitschriften bekräftigt, dass die Versuchsphase zu Ende geht, in der manch Neugieriger digitale Medienangebote einfach nur ausprobieren wollte, ohne zukünftige Kaufabsicht.

Erfreulicherweise ist die Bewertung der Zusatznutzen digitaler Zeitschriften unverändert posi-tiv. Herausragend gegenüber dem Print-Pendant ist und bleibt für 95 Prozent der Befragten der hohe Spaßfaktor und die multimedialen Ergänzungen mit Bewegtbild und ergänzenden Verlinkungen. Doch auch die anderen Stärken des Vorjahres – spannende Inhalte, bildhafte Darstellung und ein gelungenes Layout – wurden in diesem Jahr wieder honoriert. „Diese Ergebnisse stellen den Verlagen ein hervorragendes Zeugnis aus. Digitale Zeitschriften treffen die Anforderungen ihrer Leser genau“, so Dr. Marco Olavarria von Kirchner + Robrecht. Und Dr. Olaf Conrad, Leiter AG ePublishing im VDZ, ergänzt: „Auch wenn die Umsätze mit digitalen Zeitschriften größtenteils noch überschaubar sind: Die Studie beweist, dass die Ver-lage hier auf dem richtigen Weg sind.“ Entsprechend gaben 77 Prozent der Befragten an, auch weiterhin Ausgaben der zuletzt genutzten digitalen Zeitschrift kaufen zu wollen. Und doch gibt es auch Optimierungsansätze: Nahezu 60 Prozent wünschen sich noch mehr in-teraktive Elemente, wie zum Beispiel Infografiken und Links zu weiterführenden Informatio-nen. Mehr Videos und Bilder wünscht sich hingegen nur jeder Vierte.

Wie auch schon 2011 haben die meisten iPad-Besitzer bis zu fünf Zeitschriften-Apps auf ihrem Tablet installiert. Der Beschaffungsweg dieser Apps ist gegenüber dem Vorjahr jedoch oft ein anderer: Gaben im letzten Jahr noch 57 Prozent an, ihre digitalen Zeitschriften aus-schließlich über die App einer Zeitschrift zu beziehen, so nutzen 2012 gerade einmal 36 Pro-zent diesen Beschaffungskanal als einzige Bezugsquelle. Die meisten (45 Prozent) beziehen ihre Zeitschriften sowohl über Zeitschriften-Kioske als auch über Zeitschriften-Apps. Gut ein Drittel der Befragten genießt die bequeme Bezugsmöglichkeit per Abonnement – ein Anstieg um drei Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Dass eine digitale Zeitschrift Geld kostet, ist dabei für die meisten Leser selbstverständlich. Zwei Drittel sind auch weiterhin bereit, für den Inhalt einer Zeitschriften-App Geld zu bezahlen.
Die Befragung zeigt auch, dass digitale Zeitschriften auf dem iPad die älteren Zielgruppen erreicht haben. Der Anteil der über 60-Jähringen ist von fünf auf 13 Prozent angewachsen. Erstaunlich: Von diesen „Digital Oldies“ lesen überdurchschnittlich viele Zeitschriften auf dem iPad. Und das geht nicht zu Lasten ihres Print-Zeitschriftenkonsums. Die meisten geben an, ungefähr genauso viele Print-Zeitschriften wie in ihrer „Vor-iPad-Ära“ zu nutzen.

Die vollständige Studie steht auf der VDZ-Homepage im Bereich Digitale Medien (Mobile Content) zum Download zur Verfügung.

 


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